Mein Martian II 220 - Auf Diät

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    • Mein Martian II 220 - Auf Diät

      Hallo Zusammen,

      ich hatte den Build schonmal im großen Forum gepostet, glaube aber dass ich hier etwas besser aufgehoben bin ;)

      Nach einigem nervtötendem Vorgeplänkel mit einem Eachine Wizard 220 von BG, der im Zoll hängengeblieben ist und einem Set von Gearbest welches ebenfalls nie bei mir angekommen ist, hatte ich den Entschluss gefasst meinen ersten Kopter selbst zu bauen.

      Prämisse für mich war einen Racer mit ordentlichem Preis/Leistungsverhältnis aufzubauen der ordentlich was einstecken kann. Eine Lernkurve (für mich) sollte möglich sein und der Kopter sollte jetzt schon für "später" taugen, da mir die ganze Warterei auf neue Teile ganz schön auf den Keks geht ;)

      Hier die Teile für die ich mich letztendlich entschieden habe:


      Die Entscheidung für den Martian II 220er Frame fiel zum einen wegen dem X-Frame zum anderen wegen der einzelnen 4 mm starken und bocksteifen Carbonarmen. Bei einem Unibody hätte ich Angst, im Falle eines Crashs alles neu machen zu müssen. Das ist mit austauschbaren Armen hoffentlich deutlich wartungsfreundlicher.



      Obwohl ich das Matek 5in1 PDB verwende, habe ich das mitgelieferte rote PDB mit verbaut um dem Rahmen zusätzliche Steifigkeit zu verleihen.. Das sind zwar 10g extra, aber bis ich halbwegs fliegen kann, lasse ich das auf jedenfall drin.
      Die Kabel für die LED Circles habe ich durch das kleine Loch nach oben geführt und unter dem ESC entlang gelegt und direkt an die 5V LED Pads auf dem Matek 5in1 angeschlossen. Die Standard Motorschrauben waren allerdings wegen LED und Propguards dann zu kurz und ich habe mir 10mm lange M3 Schrauben besorgt - die passen perfekt.



      Die ESC's sind nochmal eingeschrumpft, die Massekabel der ESC's habe ich mit an die der Motoren gelötet und die weissen Signalkabel verzwirbelt unter dem PDB durchgeführt und direkt an den Flightcontroller (1/2/3/4) gelötet. Der FC bekommt den Strom über den dreipoligen Stecker vom Matek. Das Signalkabel für Buzzer/LED an "Servo 7".

      Die Front LED klemmt mit auf dem Matek an 5V. Die Rück-LED habe ich mit auf den FC gelötet und das gelbe "LED" kabel von IO_1 mit dem "Data" Pin der LED-Leiste verbunden. Ich hatte die Hoffnung das es sich bei der LED-Leiste von Eachine um eine WS2812b handelt, die sich per Software konfigurieren lässt - tut sie aber leider nicht .. zumindest nicht bei mir. Ich glaube da sind einfach zwei Modi drauf programmiert, da die Leiste immer rot leuchtet, ausser man fliegt vorwärts, dann wird sie grün.. ist aber erstmal ok für mich.



      Den RC Receiver habe ich "saugend" in die Lücke zwischen PDB und den beiden Spacern verlegt und über IBUS angeschlossen..Kabelbinder drum und gut ist



      Den SMA Stecker vom VTX habe ich entlötet und dafür direkt ein Pigtail angelötet um den Sender, mit den Buttons gut zugänglich, an der Topplate befestigen zu können. Kamera im Rahmen befestigt und mit VTX verkabelt, dann noch schnell den XT60 Stecker hochgebunden, Antennen an Kabelbinder festgeschrumpft, Deckel drauf, Props drauf - Fertig ist mein Martian II Racequad! :)



      Mit 424g (ohne Kamera und Akku) leider nicht gerade ein Leichtgewicht, aber die Sicherheiten wie Motorguards, LEDs und das PDB zur Aussteifung werde ich erstmal drin lassen.. Abspecken kann man ja immer noch ;)

      Nach ewigem Gezeter mit den STM32 Treibern konnte ich dann auch erfolgreich Betaflight drauf flashen.. Die Pids sind erstmal auf Default, nur die Rates sind etwas erhöht und Expo auf 0.

      Nach einem knappen Monat Gelegenheitsfliegen am Wochenende gelingt im Horizon Mode auch schon das ein oder andere Manöver auf LOS.. Wobei für mich FPV viel intuitiver erscheint und ich da gefühlt weniger nachdenken muss als bei LOS...
      Acro ist definitv ganz schön schwierig und hat mich schon einige Props gekostet ;) .. man soll sich ja nicht soo lange im Horizon/Angle aufhalten da sonst das umlernen auf Acro immer schwieriger wird... hab ich gehört.

      Jetzt bin ich auf der Suche nach guten Tipps zum fliegen Lernen, schönen Spots im Raum Hamburg in denen man in Ruhe und ohne Gefahr für Leib und Leben üben kann und zuletzt vielleicht dem ein oder anderen Community-Mitglied aus der Umgebung der sich evtl. erbarmt einen Anfänger an die Hand zu nehmen ;)

      Freue mich auf euer Feedback!
    • Hallo Daedalost,

      pPassen deine Lipos auf den Frame ohne dass die auf den Schrauben aufliegen?
      Ich würde zwischen Klett und Topplate ggf. noch etwas Foam kleben, damit die Lipos nicht durch die Schrauben beschädigt werden. Vermutlich macht das bei der Runcam ebenfalls Sinn.

      Sonst sieht das aber doch Grundsolide aus, was du da gezaubert hat.
      Gewicht ist am Anfang wirklich nicht der entscheidende Faktor finde ich. Man muss sich ja noch beim zweiten Copter verbessern können ;)

      Gruß Sascha
    • Hi fudashi,

      Die lipos passen tatsächlich mit 1-2 mm Abstand, gerade so zwischen das mittlere Schraubenpaar (im lichten 6,5cm) und haben durch das Klett mMn zwar wenig, aber ich denke genug Abstand in der Höhe. Bei der Runcam sieht es anders aus.. ich fliege zwar zzt. auch noch ohne Actioncam zwecks mangelndem skill ;) Aber trotzdem danke für den Tipp!
      Was wäre denn die optimale Möglichkeit die Cam möglichst schwingungsfrei und sicher im Winkel zu fixieren? Gibt es da eine gute DIY Lösung oder muss ich mir da was 3D-drucken?
    • @fudashi: Dankeschön! Ist schon umgesetzt

      So erstmal allen ein frohes neues und hoffentlich crash-armes 2017! Wie das so ist gibt es die klassischen Vorsätze zum neuen Jahr - Abspecken ist angesagt! ..zum glück geht das beim Kopter doch etwas leichter als bei einem selbst ;)

      Die Ausganssituation ist euch ja bekannt: 424g ohne Lipo

      Ich wollte jetzt in Stufe 1 unter die 400g kommen und habe folgendes dafür getan:

      - Matek LED Circles inkl. Kabel raus 8g
      - rotes PDB raus, dafür nurnoch die dünne Platte von BG 10g
      - Stahlschrauben an der Unterseite durch kürzere ersetzt 3g
      - kürzere Motorschrauben, Menge auf die hälfte reduziert 12g
      - Top-Plate Schrauben aus Alu statt Stahl 3g
      - Banggood LED Strip durch WS2821B ohne Gehäuse ersetzt 2g
      - FS i6B Receiver nackig gemacht und überflüssige Connectors entfernt 4g
      - Foampads auf 2 reduziert, ESC Schrumpfschlauch entfernt, dafür mit Iso-Tape fixiert, kürzere Standoffs für Elektronik... ca. 1g

      macht in Summe 43g weniger, also 381g.. das sind ca 10% Gewichtsersparnis!



      Damit bin ich erstmal sehr zufrieden, vor allem da der Rahmen nach wie vor noch sehr steif ist und ich immernoch die Motor-Guards dran habe... so lange es noch so nasskalt und hin und wieder matschig ist, werde ich die auch weiter dran lassen, da ich nicht jedesmal die Motoren nach dem Fliegen auseinander nehmen möchte.

      Für Stufe 2 habe ich schon ein paar Ideen... ihr könnt mir gern ja auch eure Tricks und Ideen zur Gewichtsreduzierung mitteilen ;)

      Da ich aber gestern auf Betaflight 3.1 und DShot600 umgestellt habe, gibt es jetzt aber erstmal genug zum testen und ausprobieren, bevor ich den Kopter erneut auseinanderbaue :)