15% mehr StandSchub = fast doppelte Amps

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      Lohnt es sich für 15% mehr Schub fast den doppelten Strom zu verballern?

      Hintergrund der Frage ist, dass einige Tests in meinem Umfeld ungefähr dieses Ergebnis ergaben.
      Um den StandSchub um 15% zu erhöhen, braucht man fast den doppelten Strom.
      Dabei ist es nahezu egal, ob man mehr Spannung, heftigere Props oder mehr DrehZahl verwendet, um das zu erreichen.
      Im Test wurde jeweils versucht, aus einem Antrieb mit ca 1300g Schub durch einzelne Veränderungen 1500g Schub herauszukitzeln.
      1300g zogen immer um die 25 bis 30 Ampere und bei 1500g waren es 45 bis 50 Amps.

      Unser Fazit : Lohnt nicht - was meint Ihr?
      build, solder, plug and pray...
      Viele Grüße, Metti
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      Ist natürlich relativ - 15% mehr Schub ist allgemein anwendbar.
      Ob von 1300g auf 1500g Schub oder von 800g bis 900g ist nicht so entscheidend.
      Die Ergebnisse lagen immer etwa am Limit der Motoren.
      In dem Bereich fliegen wir unsere Brumseln nunmal.
      1300/1500g Schub waren jetzt nur exemplarisch, jeweils Motoren mit N52.
      Sind ja realistische Werte für neuere Motoren mit 5 Zöllern drauf.


      Getestet wurden gleicher Motor mit mehr Spannung (4S/5S) oder heftigeren Props (5042 bis 5051).
      Alternativ ein vergleichbarer Motor mit mehr KV.
      Die gleichen Motoren mit unterschiedlichen KV hatten wir nicht.
      Dürfte aber am Ergebnis nicht viel ändern.

      Vorhaben ist FPV Racer tunen - was sonst? :D
      build, solder, plug and pray...
      Viele Grüße, Metti
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      Verstehe die Frage nicht so recht. Wirst du doch selber wissen, ob dir die Akkus lang genug halten?
      Eure Annahmen sind allerdings nicht ganz richtig. Es kostet nicht jede 15% die doppelte Leistung. Und ein Propeller mit mehr max. Schub muss nicht ineffizienter sein als einer, der früher dicht macht (auf den selben Schub bezogen natürlich). Einfach mal dieses beispielhafte Schaubild betrachten:
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      Schub ist nicht alles. Den braucht man ja nur um vom Fleck zu kommen, in der Luft ist sowieso wieder alles anders.

      Um mehr Geschwindigkeit zu bekommen, weniger Durchmesser, weniger Blätter, mehr Steigung, mehr Spannung, mehr kv

      Für mehr Schub: mehr Spannung, mehr Druchmesser, weniger kv
      Je weniger du selber machst, desto weniger machst du auch falsch :P

      youtube.com/channel/UCk9YaxVYP-2_AHr3etFYy5A
      airvuz.com/user/binding
      :saint:
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      Ich finde immer, dass es einen gesunden bereich gibt, in dem man sein System betreiben kann. Am meisten ist man immer durch den Akku gedeckelt. Verrückte Teststandleistungswerte sind ja momentan immer mal wieder mit noch größeren und noch schwereren Motoren möglich. Ob sich das letztendlich positiv auf das Flugverhalten auswirkt, hängt aber dann auch an noch mehr als nur dem Acku und dem Schub.

      Der meiner Meinung nach wichtigste Faktor ist das Abfluggewicht des Kopters. Das sollte so gering wie möglich sein, damit man schnell beschleunigen kann, mit weniger Drehmoment-starken und höher kv-Motoren auskommt, und dementsprechend auch mehr Steigung an den Props fliegen kann.
      Je leichter das Gerät ist, desto weniger "wehrt" es sich gegen die Lage- und Geschwindigkeitsänderungen, die durch Motoren und Propeller vorgegeben werden.

      Und da gibt's dann einen sinnvollen Bereich, in dem ein Kopter geil und schnell fliegt. Einen einzelnen Wert bis ins Ende auszureizen macht aber meiner Meinung nach nicht so viel Sinn. Wenn man jetzt zugunsten vom Gewicht bei einem 5" Setup auf 1105 Motoren geht, damit man Gewicht spart, gewinnt man am Ende nicht so viel.

      Es muss letztendlich im Verhältnis alles passen.
      Meine aktuellen Richtwerte sind so:
      AUW(Also inkl. Akku) am besten nicht viel mehr als 450g
      Motoren: nicht zu groß: ~2600kv und je unter 28g. 2205er, maximal 2206er
      Schub? eigentlich egal, neuere Technologie, die am Teststand bei Standard-Props nicht unbedingt viel mehr als 35A ziehen. Dynamisch in der Luft sieht das eh anders aus.
      Akku: gute Akkus, davon wenige in der Zahl, damit man sich die leisten kann. Wenn Budget, dann SLS Quantum B-Ware. 1300er reichen, 1500er für lange Rennen.
      Propeller: Aggressiv darfs schon sein Cyclone V2 gefallen mir recht gut.

      Achtung: wer mit sehr leichten Setups fliegt, wird um mehr Kamerawinkel nicht umherkommen, sonst geht's bei Gasschüben nur nach oben, nicht voran. Oder man sieht nicht, wo man hinfliegt. ^^
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      Die Frage ist ziemlich interessant. Zumal ich gestern ne weile auf miniquadtestbench verbracht habe.

      Aktuell verbaue ich ausschließlich die alten Emax RS2205 2300KV. Bislang hab ich das vor allem gemacht, weil die mittlerweile recht günstig sind und somit ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben.

      Was mich aber gestern ziemlich erstaunt hat ist, dass nahezu alle neueren oder älteren Motoren die mehr thrust liefern eine schlechtere Effizienz haben. Selbst die viel gefeierten F40 sind nur miniminimal kräftiger und haben dafür aber eine schlechtere Effizienz.
      Fazit: Ich bleibe bei den alten Emax. Sollte ich mal Geld übrig haben ist das an allen anderen Komponenten besser investiert.
      Ausschließlich in der Mitte von Nix zu schweben macht mich depressiv!
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      simon.bethke schrieb:

      Was mich aber gestern ziemlich erstaunt hat ist, dass nahezu alle neueren oder älteren Motoren die mehr thrust liefern eine schlechtere Effizienz haben. Selbst die viel gefeierten F40 sind nur miniminimal kräftiger und haben dafür aber eine schlechtere Effizienz.

      Das stimmt nicht.
      RS2205 gegen F40 Pro kann man leider nur auf einem Propeller vergleichen: dem ziemlich leichten HQ 5x4x3. Und dort ist die Effizienz beider Motoren bei gleichem Schub nahezu identisch, der F40 Pro kann aber nahezu 30% mehr maximalen Schub liefern und dreht nahezu doppelt so schnell hoch. Bei schwereren Propellern dürfte der Unterschied noch deutlicher werden.

      Da ich beide Motoren in Verwendung habe, kann ich dir sagen: dazwischen liegen Welten und die F40 Pro sind für die 2500 KV, die sie haben, sehr effizient (logischerweise nicht mehr so sehr bei Vollgas).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dillbriese ()

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      Kurze ungenaue Antwort: Klingt wenig lohnend...

      Einwurf:
      Verhältnis wundert mich etwas, ich hab kürzlich z.B. zwei genau gleichen Copter gehabt (auch gleiche Motoren, gleicher Prop) nur der zweite mit Motoren mit 14% mehr kV. Ergebnis waren am Teststand rund 10% mehr Standschub bei ca. 20% mehr Strombedarf (im Flug ähnlich). Der zweite flog übrigens nur geringfügig schneller, dafür spürbar schlechter als der erste.
      15% und 100% scheinen mir viel zu heftig, selbst wenn der Motor schon am Limit ist, ich hätte bei 15% mehr Schub vielleicht 30% mehr Strom erwartet. Wenn der Motor aber eine satte Verdopplung des Stroms mitmacht, ist/war er noch weit von seinem Limit entfernt und der Strom dürfte erst recht nicht so extrem zunehmen. Sehr komisch…

      Lange Antwort:
      Wundert mich als “Tuningmaßnahme” von jemand wie Dir Metti doch etwas. Mehr Standschub gleich mehr Spaß und Power im Flug? So einfach ist es nicht und bei den Strömen erst recht nicht.
      Ich werf da mal als Beispiel unseren 4” 250g Potzblitz in den Raum, Standschub die Hälfte von Deinem Motor/Racer und trotzdem lässt er viele 5” stehen bzw. einen schweren 5” selbst mit 1500g ganz sicher (so wie auch meinen F80 Racer mit 4x2000g Standschub…).
      Soll zum einen heißen, bitte an die naheliegende aber so oft vernachlässigte Tuningmaßnahme Gewicht bzw. Gewichtsreduktion denken…
      Ich hab dieses Jahr oft mit deutlicher Gewichtsreduzierung bei einem 5” steilere Props oder mehr kV nehmen können, was dann schönen extra Punch brachte (bei sonst immer noch sehr guten Flugeigenschaften).

      Dann sagt Standschub so wenig zu Flugeigenschaften und Beschleunigung und TopSpeed aus, das hängt von Prop bzw. Steigung und wie der Motor mit dem Prop zurechtkommt ab. Und - ich bediene mich mal ein wenig am Gedankengut des Users NeverFinished hier - es gibt auch nicht die eine Kombo Motor+Prop, die für alles (exaktes Fliegen, Agilität, Beschleunigung, Top Speed) und jedes Abfluggewicht top ist, es ist immer ein Kompromiss; top in einem Bereich geht immer nur mit Abstrichen in anderen.
      Als Beispiel nochmal unser Kleiner Sub250, weil wir es die letzten Tage gerade mit diversen Props so schön gesehen haben: Mit unserem gewählten Standardprop ist er super agil und präzise und hat eine sensationelle Beschleunigung, die die meisten 5” stehen lässt, dafür ist die Top Speed nur mittel/da gibt es schnellere Racer bzw. Antriebe (die das aber erst auf sehr langen Vollgasstücken ausspielen können und dann vor dem Über- auch erstmal wieder Aufholen müssen...). Mit kleineren extrem steilen Props ist die erreichbare Topspeed gut und massiv höher, aber der Copter fliegt sich sonst wie ein nasser Sack und braucht lange bis er auf Top Speed ist und ist auch sehr ineffizient. Mit größerem/breiterem Prop oder mehr Blättern oder mehr kV steigen Standschub und Beschleunigung und Top Speed etwas, der Strom deutlich und der Copter fliegt (vor allem wenn man präzise fliegen will/muss) schwammig und mit viel mehr Propwash.
      Was würdest Du da jetzt als die beste Wahl sehen?

      Soll heißen, überlegt Euch, wo es Euch beim aktuellen Setup fehlt/was Ihr verbessern wollt, aber verabschiedet Euch vom dem Gedanken, dass eine Setup zu finden, dass in allen Punkten besser ist. Und vor allem nicht nur mit Standschuberhöhung mit diesem abstrusen Stromzuwachs…
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      Na, das Thema war bewusst etwas provokant formuliert, um die Diskussion anzukurbeln.

      Zumindest bei der Beschleunigung ist StandSchub wenig ausagekräftig.
      Da zählt nur, wie schnell der Motor den Prop auf Touren bekommt und das GesamtGewicht.
      Bei weiniger AUW wird ein heftigerer Prop auf dem gleichen Motor in gleicher Zeit auf die gleiche DrehZahl kommen.
      StandSchub ist ja eher eine Messung, die von einem unendlich schweren Kopter ausgeht.
      Im Flug hilft der Vorschub natürlich deutlich mit.
      build, solder, plug and pray...
      Viele Grüße, Metti
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      Ich glaub ich habs schonmal in nem anderen thread erwähnt, das beeindruckenste was ich je gesehen hab sind die tattu 95C LiPos. Gefolgt von der Tuningmaßnahme 100g weniger Gewicht.
      Ich glaub nur die allerwenigsten Akkus schaffen es, bei nem punch wenn der copter endgeschwindigkeit erreicht hat noch immer fast überhaupt nicht an Spannung eingebrochen zu sein. Und endgeschwindigkeit + 2V extra ist extrem.
      Naja, und vom Martian-panzer auf den ix5 sind 100g unterschied, das macht bei mir immer den Eindruck schon 10m weiter in der zukunft zu sein.
      Ausschließlich in der Mitte von Nix zu schweben macht mich depressiv!
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      Ich würde es allgemein formulieren, ein guter Akku der beim jeweiligen Strom bei Vollgas bzw. voller Beschleunigung möglichst wenig einbricht. Die Rline gibt es ja erst ab 1300mAh, ein sehr leichtes Setup kommt evtl. auch mit einem guten leichten 1000er Akku (z.B mylipo...) zurecht und das spart Gewicht und bringt dann (in diesem Fal) zusätzlich Bumms.
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      Ich bin gerade am Umbau und habe dann vielleicht den Vergleich. Ich habe aktuell einen ix5 mit 276g Leergewicht an rcx 2206 v3. Werde jetzt meinen leopard schlachten und die Technik identisch in einen zweiten ix5 bauen. Alles wird gleich bis auf das F40pro Motoren verbaut sein werden. Bin dann mal auf den Vergleich gespannt. Schätze von Gewicht dürften es nicht mehr als 10-15g Unterschied sein.
      Vom Noob zum Suchti... :D Hanger:
      Iflight IX5 ft. RCX2306 V3, Iflight IX5 ft. F40pro, Potzblitz 4" Rakete, Rambo Whoop