ISDT FD-100 Discharger

    • ISDT FD-100 Discharger

      Gestern Abend ist der ISDT FD-100 Discharger bei mir eingetrudelt und durfte bereits seine ersten Lipos entladen. Gerne teile ich mit Euch meine ersten Eindrücke. Und mein allererster Eindruck war: "Wow, ist das Gerät klein!". Zumindest kleiner als erwartet.

      Ich hatte mir den Entlader bestellt, da mein Robbe Power Peak Twin nur mit 50W entladen kann und ich mir eine leisere Geräuschkulisse erhofft habe. Diese Hoffnung wurde leider nicht erfüllt. Der Lüfter ist zwar temperaturgestesteuert, geht aber mit einer ordentlichen Geräuschkulisse zu Werke. Immerhin etwas leiser als meine bisherige Lösung.

      Nett ist, dass ich jetzt kein Netzteil mehr benötige, um zu entladen. Und genau dafür wird dieses Gerät jetzt auch genutzt werden: zum Entladen auf dem Feld. "FD" heißt für mich ab sofort "Field Discharge". Wozu ist das gut? Häufig weiß ich, dass ich nur noch 2-3 Packs fliegen und keine weiteren Ladungen aus meinem 16000 Ah 6s Speicherakku ziehen werde. Dank des FD-100 kann ich jetzt bereits auf dem Feld anfangen, meinen Speicherakku auf Lagerspannung zu bringen. Da ich häufig mit dem Auto ca. 30 Minuten Rückfahrt habe, kann diese Zeit ebenfalls genutzt werden.

      Was mir nicht so gut gefällt: Es gibt keine Balancer-Anschluss. Bei schlechteren Akkupacks können einzelne Zellen dadurch tiefentladen werden. Abhilfe schafft ein zusätzlicher Battery Checker. Allerdings sollte man diese Akkupacks streng genommen eh nicht mehr fliegen.

      Die Gehäusequalität ist nicht auf ISDT Niveau, geht aber noch in Ordnung. Das Gehäuseblech ist etwas scharfkantig. Ich hätte lieber mehr Geld ausgegeben und eine Qualität wie bei den ISDT Parallel-Lade-Adaptern bekommen.

      Insgesamt bin ich mit dem Kauf aber zufrieden. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt.
    • Mein Lade-Lipo ist sogar 16.000 mAh 6s.

      Ja, die Lautstärke ist auch mein Hauptkritikpunkt. Dafür ist das FD-100 schön klein. Würde mir aber auch einen intelligenten Entlader in größer und leiser für zu Hause wünschen. Gößer wegen der Wärme-Abfuhr. Von der Leistung her sind 80-100 Watt OK.

      Heute ist zum Glück Flugwetter: da werde ich die 80dB im Feld und Auto testen können.
    • Fandi schrieb:

      Könnte man zum Entladen hier nicht eine 24V Halogenlampe nehmen,
      die gibt es auch mit 250Watt, dann dauert es nicht zu lange.
      Wenn die 24V nicht reichen, es gibt auch 36V/400 Watt Typen.
      Natürlich mit LiPo Beeper überwachen....!!!
      Doch, geht Problemlos. 24V/250W sind halt 10A, kannst ja aber auch 2-3 zusammenschalten, dann musst net solange warten.
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    • Die Halogenlampen-Lösung war mir bekannt. Aber erstens halte ich zu schnelles Entladen der Akku-Lebensdauer nicht für zuträglich und zweitens fehlt mit dem automatischen Abschalten ein für mich wichtiges Sicherheits-Feature. Man sollte immer auch von eigenen Fehlern ausgehen. Ich möchte weder meine Akkus zerstören, noch meine Bude abfackeln.

      Hinzu kommt, dass eine Selbstbaulösung häufig weder vom Handling, noch von der Optik her optimal ist.
    • Tabbo schrieb:

      Die Halogenlampen-Lösung war mir bekannt. Aber erstens halte ich zu schnelles Entladen der Akku-Lebensdauer nicht für zuträglich und zweitens fehlt mit dem automatischen Abschalten ein für mich wichtiges Sicherheits-Feature. Man sollte immer auch von eigenen Fehlern ausgehen. Ich möchte weder meine Akkus zerstören, noch meine Bude abfackeln.

      Hinzu kommt, dass eine Selbstbaulösung häufig weder vom Handling, noch von der Optik her optimal ist.
      Also ob du das mit 10 oder 20A macht ist dem Lipo vollkommen egal. Dazu hab ich wirklich schon genug Messungen gemacht. Aber ich will dir gar nicht rein reden, das sind deine Lipos, und du sollst machen was du für dich als richtig erachtest. Ich will dich von gar nix überzeugen.

      Was denen schadet ist auf 4.2V zu bleiben wenn man sie nicht nutzt, da hab ich ja die ersten Langzeittest Daten online. Also wie du die da runter holst ist da ja egal. ;)

      Aber vieleicht kann ich dir, solltest du dich doch für eine selbst gebaute Variante entscheiden, mit etwas weiter helfen. Der V-Guard kostet zwar 39,90€, ist aber flexibel einsetzbar, und kann genau das was du willst, den Verbraucher abschalten wenn eine vorher eingestellte Spannung erreicht ist.

      Damit kann man auch gut, mit z.B. nen 20A Verbraucher (Lampe etc.) mit nem Parallelladeboard zum Beispiel 4 gleiche, volle Lipos zusammen schonend entladen. Und das sehr sehr leise. Auch damit will ich dich gar nicht überreden, nur mal zeigen was es für Möglichkeiten gibt. Und da kann man sich ganz nette Sachen bauen.

      https://www.amazon.de/dp/B071R2XSTZ/ref=cm_sw_r_tw_dp_x_Ge-2zb2PH4JE3

      Will man das entladen jetzt ganz sicher machen (egal ob ISDT oder Selbstbau), kann man z.B. den bat-safe.com/web/ nutzen. Der hat auch eine Feuerfeste Durchführung von Kabeln.
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    • Docus schrieb:


      Also ob du das mit 10 oder 20A macht ist dem Lipo vollkommen egal. Dazu hab ich wirklich schon genug Messungen gemacht.

      Interessant! Wieviele Zyklen hast denn für diese Tests durchgefahren? Und welche Parameter danach überprüft?

      Der V-Guard ist auch ein interessantes Gerät. Vielen Dank für den Tipp. Mich würde an dieser Lösung noch stören, dass der Entladestrom zum Schluss nicht runtergeregelt wird. Das Einstellen einer exakten Spannung wird dadurch schwierig(er).

      Und die Einzelzellenüberwachung (nur Unterspannungsschutz, kein Balancing) war auch noch auf meiner Wunschliste.

      Eventuell müsste man doch mal ein Bauprojekt für einen idealen Entlader starten. Da gibt es in meinen Augen noch viel Potential. Allerdings wohl leider auch keinen großen Markt.
    • Neu

      Tabbo schrieb:

      Docus schrieb:

      Also ob du das mit 10 oder 20A macht ist dem Lipo vollkommen egal. Dazu hab ich wirklich schon genug Messungen gemacht.
      Interessant! Wieviele Zyklen hast denn für diese Tests durchgefahren? Und welche Parameter danach überprüft?

      Der V-Guard ist auch ein interessantes Gerät. Vielen Dank für den Tipp. Mich würde an dieser Lösung noch stören, dass der Entladestrom zum Schluss nicht runtergeregelt wird. Das Einstellen einer exakten Spannung wird dadurch schwierig(er).

      Und die Einzelzellenüberwachung (nur Unterspannungsschutz, kein Balancing) war auch noch auf meiner Wunschliste.

      Eventuell müsste man doch mal ein Bauprojekt für einen idealen Entlader starten. Da gibt es in meinen Augen noch viel Potential. Allerdings wohl leider auch keinen großen Markt.
      Das waren > 100 allerdings alles mit der V1 des "Lipobench". Die Daten sind aber nicht mit den der V2 vergleichbar (nur innerhalb V1), das war nen anderer Aufbau. IR und Performance (static load). Zumindest damit konnte ich zwischen so niedrigen Entladungen. Ich kann dir das aber auch später heute mal mit aktuelleren Zahlen zeigen, aber wie gesagt, du musst ja nicht. ;)

      Das lässt sich sogar leicht umsetzen was dir noch fehlt. Das ist aber ein Herbstprojekt, aber eines das mich echt interessiert. Ich glaube ich mach dazu nen Baubericht wenn mir die Zeit reicht. ;)

      Mit dem V-Guard die Spannung runter ziehen bis sagen wir 3.85V mit ~ 20A. Dann greif die Alarmspannung und trennt die 20A Last mit nem Relais ab. Dann kommt die Spannung wieder leicht hoch. Die ganze Zeit parallel zu der 20A Last schon 4 kleine Lasten (< 1A) hinter nem kleinen 4 Kanal Relais, die einzelnen Zellspannungen werden von einem Arduino überwacht. Sobald die 20A von der Alarmspannung getrennt ist, läuft nur noch der Minilast-Block weiter, und zieht, währen er die einzelnen Zellen überwacht die voll runter. Durch das 4 Kanal Relais können die Zellen dann einzeln abgeschaltet werden. Mal so als blöde Idee EINER Möglichkeit.

      Muss mir mal in Ruhe anschauen, gehen tut sowas aber sogar ohne riesen Stress mit ner handvoll billiger Bauteile und nen paar Zeilen Code im Arduino.
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      Den Gedanken mit dem Arduino hatte ich auch schon häufiger. Großer Stress ist das absolut nicht, da gebe ich Dir recht. Wenn ich aber eh Anfange sowas zu basteln, dann kann ich auch gleich noch ein fünftes Relais in die Schaltung Packen und die Lipoanschlüsse schalten. Dazu brauch ich dann ja den Batteriewächter nicht (der aber sehr gut aussieht!).

      Ich wäre sogar so weit gegangen, dass ich ne 8 Fach Relais Karte nehme, 4 davon für die Balancer und 4 für die Haupt Kabel. Mit den 4x10A für die Hauptkabel kann man dann Lasten von 10-40A in 10A Schritten einstellen, je nach Akkugröße. Für den Preis von einem Batteriewächter kann ich 4 solcher Karten+Arduino kaufen.

      Den Wächter würde ich nur den Leuten empfehlen, die Bastelfaul sind oder die einfach nur ne schnelle Lösung ohne viel Aufwand suchen.
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      Bei mir kommt der im Feldlader zum Einsatz als Unterspannungsschutz an den ~50.000 mAh. Dafür bau ich net, das lohnt es sich net, das kann der Guard schon alles fertig was ich brauche.

      Ok, Challenge accepted, jetzt bin ich wach. ;) WENN dann doch gleich richtig mit ProFET(Mosfet). Kleine Lochrasterplatine, ProFET (BTSXXX etc.) drauf, Volt/Amp Sensoren für die Einzelzellen und den Gesamtstrom und ne hübsche Schaltung. Viel kleiner sauberer als die Relais, und lässt sich ultakompakt bauen und echt billig. Ich mach mir mal nen Schaltplan. ;) Relais gehen natürlich auch. Wenn man das mit MOSFETS etc. macht, kannst mit dem Ardu dann sogar Balancen ohne das es arg größer und teurer wird.

      Dann kleine Lasten dran (da hab ich n paar nette) und nen Ultrasilent 120mm Lüfer, dann hättest ne Deluxe-Entladervariante. ;)
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      @Tabbo
      Ich denke ,dass es schon einen Markt dafür gibt ,schließlich werden ja auch alle käuflichen Entlader verkauft !
      Vielleicht nicht in wirklich großer Stückzahl ,weil die käuflichen Teile irgendwie nie das Gelbe vom Ei sind .
      Entweder haben sie keine Leistung ,sind nicht flexibel ,laut oder sonstwas .
      Ich denke ,wenn es was wirklich Gutes geben würde ,wäre auch die Nachfrage dementsprechend !?

      Ich finde das entladen per Lader immer sehr langwierig und nervend .

      Bin mal gespannt was die Cracks hier noch zaubern !!!
      Ihr seid neu hier? Hier könnt ihr euch vorstellen :
      Klick : Vorstellungsrunde
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      atari schrieb:

      Moin,

      kennt ihr das Ding hier? 150W entladen per Halogen Birnen inkl. Balancen.

      https://www.banggood.com/AOKoda-Black-3-In-1-150W-Lipo-Battery-Balancer-LCD-Voltage-Meter-Tester-p-1062446.html

      Hab ich im Einsatz um meinen Feldladelipo auf Storage zu bringen. Andere Lipos die noch voll sind lade ich vorher mit dem SC-608 in den Ladelipo um.

      Grüße
      ATR
      Ja, aber dann kann ich gleich beim ISDT bleiben, der kann mehr A.

      Die BG Lösung verwendet 24V/50W Halogenlampen. Leider kann die bei 4S dann insgesammt im Mittel gerade mal 4A "verbrennen" ist also noch langsamer als die ISDT Lösung.
      So langsame Lösungen kenne ich einige.

      Ich selbst hab ja ne Lösung zu Hause Stehen, den Lipobench, mit dem ich ja auch entlade. Nur balance ich mit dem nicht danach und der hat auch zu viel Leistung für ein ganz feines entladen. ;)
      Mich reizt das schon da jetzt bei schlechtem Wetter mal was vernünftiges zu basteln.
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      Hallo,

      endlich ist heute meine ISDT Discharger angekommen.
      Musste ich natürlich gleich ausprobieren und bin begeistert.
      Vollgeladener 1600er/4S mylipo mit 6A in unter 12 min auf Storage Spannung entladen und einen 10000er/4S in 65 min.
      Bei voller Leistung ist der Lüfter natürlich ziemlich laut aber man kann das Gerät mitsamt Akku irgendwo arbeiten lassen wo es nicht stört da die Abschaltung bei voreingestellter Spannnung automatisch erfolgt.
      Das Gehäuse ist übrigens tadelllos verarbeitet und kann nicht bemängelt werden.
      Man sollte bei dem Preis auch kein aus dem vollen CNC gefrästes Gerät erwarten.

      Wer die voreingestellte Abschaltspannung (3.8 V) ändern möchte benötigt den ISDT Linker.

      Der Discharger ist absolut empfehlenswert und in der jetzigen Jahreszeit mit teilweise unsicheren Wetterbedingungen ein nützliches Zubehör zum Preis eines Flugakkus.

      Grüsse