Versicherungsschutz wirksam... oder doch nicht?

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    • Versicherungsschutz wirksam... oder doch nicht?

      Ich bin bei meinen Recherchen über eine aus meiner Sicht interessante Fragestellung gestolpert. Da mich DMO mit dieser Frage an die zuständige Landesluftfahrtbehörde verweisen musste, hier mal meine Anfrage per Mail an die Herrschaften vom LuBB.


      Michel Brosche schrieb:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich hatte heute Kontakt zur DMO bzgl. Abschluss einen Drohnenhaftpflichtversicherung. Hierbei bin ich auf eine interessante Fragestellung gestoßen.
      Bei meinen Flügen handelt es sich ausschließlich um rein private Flüge zur Sport- und Freizeitgestaltung. Diese Flüge werden dann auch aufgezeichnet und in diesem Rahmen auch bei Youtube Interessierten und Gleichgesinnten zur Ansicht öffentlich zur Verfügung gestellt.

      Bei der Nachbearbeitung der Videos verwende ich dann auch musikalische Unterstützung in Form von urheberrechtlich geschützte Stücken, wo der Anspruchsteller die Verwendung seiner Inhalte jedoch zulässt. Der Anspruchsteller kann jedoch in meinen Videos dadurch Werbeanzeigen schalten lassen, zur Monitarisierung.

      Meine Frage ist jetzt, reicht eine privaten Dronenhaftpflicht aus oder wäre hier, auch wenn die Monitarisierung überhaupt nicht durch mich erfolgt und ich auch keinerlei wirtschaftlichen Vorteil und Einnahmen dadurch habe, eine gewerbliche Drohnenhaftpflicht zwingend erforderlich. Mit dieser Frage hat mich die DMO an Sie verwiesen, da die Einstufung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde unterliegt.

      Der Hauptfokus liegt tatsächlich auf dem aufgenommenen, privaten Videomaterial und die Musik dient ausschließlich der akustische Unterstützung. Mir entsteht daraus keinerlei kommerzieller Nutzen oder Einnahmen. Die Videos sollen Interessierten nur zur Unterhaltung dienen und das Hobby als solches darstellen.

      Da ich aber nicht den Versicherungsschutz riskieren möchte, nur weil es auf Youtube ein paar Videos von mir gibt an denen eine dritte, am Drohnenflug völlig unbeteiligte Partei, pro 1000 Clicks 1 Cent verdient (fiktiv), hätte ich hier gerne von Ihnen eine Aussage wie das LuBB das einstuft.

      Auch wäre interessant, ob diese Einstufung dann auch bundesweit gültig wäre oder ob die Einstufung dann immer von der jeweilig zuständigen Landesluftfahrtbehörde einzuholen wäre?

      Da das ganze für mich an dieser Stelle doch sehr undurchsichtig ist, hoffe ich hier auf Ihre Unterstützung um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Bisher steht die Antwort noch aus.

      Hat einer von euch damit schon mal ne Erfahrung gemacht oder so? Ich habe einen Bekannten der als Versicherungsvertreter arbeitet mal drauf angesetzt und selbst der Fachmann konnte dazu keine Info in den zugänglichen Bedingungen finden.

      Ich bin echt mal auf die Antwort der Behörde gespannt. Vielleicht hilft das auch dem ein oder anderen der ähnlich seine Videos, auch auf anderen Plattformen, hoch lädt,

      Keep you updated...
      Grüße
      Michel
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      5" QWAD: ImpulseRC Reverb, Kiss FC v2, Kiss ESC 32A, EMAX RS2205s 2300 KV, RunCam Split 2, Matek VTX-HV, FrSky R-XSR
    • Na da bin ich mal gespannt, ob Du eine sinnvolle Antwort auf das Fragenkonstrukt bekommst. Ich würde dagegen wetten.
      Rechtlich gesehen wird der Modellflug (nicht kommerziell) in §1 LuftVG letzter Satz vom kommerziellen Einsatz getrennt. Konkret ist da von "nicht zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung" die Rede. Soweit kann Dir die Luftfahrtbehörde helfen.
      Dann kommt aber Teil 2 Deines Problems. Und das heißt youtube und die rechtliche Einordnung, ob Handeln dort noch Freizeitgestaltung /Sport ist oder nicht. Ich bin fast sicher, dass sich der Bearbeiter der Antwort nicht darauf einlassen wird, diesen Aspekt zu entscheiden. Ist ja auch gar nicht die Aufgabe seiner Behörde und wenn man etwas im Netz sucht, bekommt man dazu auch sehr viele unterschiedliche Antworten.
      Mal ein anderer Ansatz: In der Realität hast Du das Problem aber imho gar nicht, solange Du keine Livestreams machst.
    • Vorweg: Ich bin kein Rechtsanwalt und auch kein Versicherungsagent. Ich habe mir nur aus privatem Interesse einiges zum rechtlichen Kram eines Youtube-Auftritts angelesen. Ich kann nicht ausschließen, dass ich etwas fehlinterpretiert habe!

      Ich glaube, die Frage kann man bereits beantworten, wenn man sich im Klaren ist, ab wann man selbst gewerblich bei Youtube auftritt.
      Ab dem Punkt bei dem man von Youtube Geld bekommt, bzw. bekommen will, muss man ein Gewerbe anmelden. Entsprechend wären auch die Tätigkeiten um ein Video zu produzieren, welches Gewinnabsichten hat, als gewerblich anzusehen.
      Solange du also selbst kein Geld erhälst und eben deswegen auch kein Gewerbe angemeldet hast, bleiben deine Copterflüge und die Aufnahmen privat.
      Nur weil jemand anderes daran verdient, musst du noch lange kein Gewerbe anmelden. Das wäre ja so, als wenn du ein Gewerbe anmelden musst, weil du auf Facebook Postings erstellst, die andere Leute aufrufen. Beim Aufrufen wird Werbung angezeigt für die Facebook Geld erhält.
      «« FPV'ler · IT'ler · 3MPS'ler· Scale-Crawler · Slash-Basher · Dampfer · Instagramer · YouTuber »»
    • Ich stelle mich mal hinter Eisrausch. Du selber verdienst nichts, was andere angeht kann dir Egal sein. Runcam verdient auch an deiner FPV Cam mit der du fliegst, TBS an deinem gekauften und verbauten VTx usw. Das macht es für dich aber noch lange nicht gewerblich.
      MfG, Elias

      Alle Angaben ohne Gewähr
      ;)

      maggo schrieb:

      Diese Erfahrungen und Entdeckungen die man macht aus irgendner Scheiße was fliegendes hinzubekommen - unbeschreiblich.
    • Hi @Stefan73 und @Eisrausch, so würde ich das tatsächlich auch sehen... aber: Weil Deutschland halt! ;D

      Wäre nur mal nice zu wissen, wie das LUBB sowas einstuft... schlussendlich sagen die dann "dafür braucht man gewerbliche Haftpflicht" oder halt nicht.

      Da ich mit meinen Videos selbst kein Geld verdiene, ich meine wir reden hier über zweistellige View-Zahlen pro Video und mein Kanal kann nicht mal monitarisieren, selbst wenn ich wollte. ;) Aber rein aus Interesse wäre es mal schön das im Vorfeld zu wissen. Im Schadenfall sowas dann in Erfahrung zu bringen ist eher "MÄH".

      Ich glaube auch eher weniger das der Anwalt des Geschädigten dann nen Fass aufmacht, wäre er ja schön blöd wenn da die ein oder andere Million zu holen ist, aber die eigene Versicherung könnte dann evtl. Spielverderber sein.

      Aber ich vermute das auch vom LUBB eher eine sehr nichtssagende Antwort kommen wird. Ich denke das ist dann wieder nen Richter entscheid ob sowas dann als Gewerblich gilt oder noch privat ist. Aber wie bei vielen im Leben "Fragen kostet ja nix" :D
      Grüße
      Michel
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    • Eigentlich kenne ich das nur so:
      Der Zweck des Fluges ist Sport und Freizeit.
      Wenn ein Bild danach kommerziell verwertet wird, hat das am eigentlichen Zweck nichts verändert,
      auch wenn du das Bild selbst verkaufst....weil es irgendjemanden so gut gefällt.
      Du kannst den betroffenen Flug ja nicht rückwirkend gewerblich versichern.
      Fliegst Du aber mit der Absicht, Bildmaterial zu erstellen, um es dann zu verkaufen,
      dann ist der Zweck des Fluges eben nicht Sport und Freizeit.
    • Die eigl Frage ist ob die bewusste Handlung ein video auf Youtube hochzuladen mit dem Wissen das es durch dich oder andere Monetarisiert werden kann schon als Werbung gilt und somit eine Gewinnerzielungsabsicht darstellt.
      Ohne das jetzt geprüft zu haben würde ich aber Nein sagen. Ich denke Gedanken muss man sich erst machen wenn man über die Steuerfreibeträge hinaus kommt.
    • @bocholter

      Nein, kann er nicht. Zumindest nicht in dem von ihm beschriebenen Szenario.
      Youtube bietet die Möglichkeit Musik zu nutzen für deren Nutzung man eigentlich keine Rechte hat (früher wurden die Videos in solchen Fällen einfach von Youtube gesperrt). Im Gegenzug dafür wird dann in deinen Videos Werbung geschaltet, deren Einnahmen an den Rechteinhaber der jeweils verwendeten Musik gehen.

      Die einzige Möglichkeit das Schalten von Werbung komplett zu umgehen, wäre sich bei der Auswahl der Musik ausschließlich auf non-Copyright Songs zu beschränken.


      Interessant wäre eigentlich noch die Fragestellung, wie das bei Leuten aussieht, die in ihren Videos die Logos ihrer Sponsoren einblenden.