Carbonqualität ,woran erkennbar !?

    • AndreasFuerst schrieb:

      Die von mir beschriebenen Technologien sind nicht für Rohre geeignet.
      Hier gibt es gewickelte oder pultrudierte CFK Rohre zu Apothekerpreise.

      shop1.r-g.de/shop_d

      Carbon also Kohlenstoff ist zu krümelig. Das mischt man eher in Stahl und die Eigenschaften einzustellen .
      shop1.r-g.de/art/780604

      Das sieht doch schon recht vielversprechend aus. 7EUR pro Meter finde ich -für unsere Verhältnisse- gar nicht mal so viel.
      Ironie ist wie dieser Smiley:
      °.-/)
    • deadcat schrieb:

      Die haben da kein Patent drauf. Wie auch?
      Die haben einfach nur einen exklusiven Deal mit dem Lieferanten, der das Material zunächst mal ein Jahr lang nur an Armattan liefert.
      stimmt, so war das. ✌
      Infinitum 4", F4 Nano V6 + Ori32, T-Motor F20II 3750KV | Altra 5", F4 Nano V6 + Ori32, Hyperlite 2205 2722KV | Altra 5" Pro, DALRC F722 + Airbot Typhoon 35A, EMAX 2306 1900KV
    • Upinthesky schrieb:

      Eine einteilige Baseplate könnte man ja sogar noch selber herstellen.
      Form abnehmen und dann mit UD-gelege und Rovings füllen. An den Löchern platzhalter aus Alu einsetzen.So hätte man wenigstens keinen unterbrochen Faserverlauf.
      Das Problem hierbei ist, das du niemals auf ein vernünftiges Faser/Harz Verhältnis kommst solange du nicht in einer Geschlossenen Form Presst und am Besten unter Wärme Aushärtest.
    • wuzzle schrieb:

      Das sieht doch schon recht vielversprechend aus. 7EUR pro Meter finde ich -für unsere Verhältnisse- gar nicht mal so viel.
      Das ist aber auch nur unidirektionale Verstärkung in Längsrichtung der Profile. Ein bisschen Torsion sollten Arme aber auch aushalten können.

      snap schrieb:

      Das Problem hierbei ist, das du niemals auf ein vernünftiges Faser/Harz Verhältnis kommst solange du nicht in einer Geschlossenen Form Presst und am Besten unter Wärme Aushärtest.
      Typische Faservolumengehalte sind 40% für selbst hergestelltes Handlaminat. 45-50% für vakuumunterstütztes Handlaminat. Faservolumengehalte darüber können durch vakuumunterstützte Infusionsverfahren hergestellt werden (BMW liegt bei der I3 und I8 Fertigung bei einem FVG von ca. 65% und einer Aushärtezeit von 7 min, das ist aus FKV Sicht ein Riesending, aus Autombilistensicht unerträglich lang).

      Eine Temperung hat auf den Faservolumengehalt keinen Einfluss. Die Temperung hat auf den Vernetzungsgrad des verwendeten Harzes einen Einfluss, da die Harze unter Raumtemperatur nicht vollständig vernetzen. Also kann über eine Temperung noch etwas an der Festigkeit geschraubt werden.

      Ein weiterer Weg sind vorimprägnierte Textilien (Prepregs). Da ist der Faservolumengehalt ab Werk eingestellt. Die müssen allerdings unter Wärme und Druck aushärten, da die verwendeten Harze so eingestellt sind, dass sie nur sehr langsam unter Raumtemperatur vernetzen. Diese Prepregs müssen auch in der Tiefkühle gelagert werden und tiefgekühlt angeliefert werden.

      Tätsächlich können Bohrungen in FKV eingebracht werden. Ein Kohlenstofffaserfilament verträgt genau so viel Druck wie Zug, wenn es am Ausknicken gehindert wird. Eine Aufdickung in den Bereichen, wo gebohrt wird, die darüber hinaus keine Kante zum umgebenden Laminat hat, sondern schräg abfällt minimiert die Spannungen, die in diesem Bereich einwirken.

      Für mich würde ein idealer Arm wie ein typischer Probekörper zur Bestimmung von Werkstoffeigenschaften aussehen. Im Bereich der Verschraubungen am Rahmen und Motor ist er auf 6 mm aufgedickt, diese Aufdickung wird in einem flachen Winkel auf 3 mm Armdicke reduziert. Ich würde weiterhin bohren, da ich "verschobene Fasern" für eine Bohrung aus der Sicht von Lochleibungsversuchen eher schlecht kenne.

      Wer bis hier durchgehalten hat, dem Danke ich für die Aufmerksamkeit.

      Gruß
    • Hallo !
      Erstmal Danke für den vielen Input und die Diskussion ohne das einer die beleidigte Leberwurst spielen muss weil er alles besser weiß :thumbup: -so wie in manch anderem Forum üblich ist .

      Ich habe noch zwei weitere Brüche ,bei denen ich denke dass das Laminat nicht oberste Güte ist .... kann nur ein wenig dauern bis ich mal Bilder machen kann .
      Da bin ich auch auf eure Meinung gespannt !

      Aber vielleicht ergibt sich ja durch das vorhandene Know how eine neue Art von Frames ... oder Armen !?
      Auf jeden Fall sehr spannend .... !
      Ihr seid neu hier? Hier könnt ihr euch vorstellen :
      Klick : Vorstellungsrunde
    • Ich sehe auf dem linken Bild auf der Decklage zumindest ein Köpergewebe und im Bereich des Bruches Schichten. Ein Fadensystem des Gewebes der Decklage verläuft entlang des Armes.
      Köpergewebe ist schon mal besser als Leinwand, da die Anzahl der Fadenüberkreuzungen geringer ist. Aber das ist nur die Decklage. Weiter drinnen sehe ich schwarze Schichten. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass über die Dicke des Armes zumindest weitere Lagen an Köpergewebe um 45° verdreht angeordnet sind.

      Der Bruch ist in der Nähe der Verschraubung, also der Einspannung des Armes. Da gibt es natürlich auch Spannungsüberhöhungen im Werkstoff durch die Verschraubung.

      Was ist passiert? Einfach so abgefallen? Crash?

      Die Frage nach der "Qualität des Carbons" ist von so einem Bild recht schwer zu beurteilen. Zum einen ist es kein reiner Kohlenstoff (=Carbon), zum anderen umfasst eine Qualitätsbestimmung die Ermittlung des Faservolumengehaltes durch chemische Verfahren (kein Veraschen, weil Kohlenstofffasern bei Hitzeeinwirkung weiter oxidieren und dadurch Gewicht und Festigkeit verlieren) und grundsätzlich die Bestimmung ob Glas- oder Kohlenstofffasern enthalten sind. Das macht man mit mikroskopischen Aufnahmen eines Querschliffes des Werkstoffes. Kohlenstofffasern haben einen Durchmesser von 7 µm, Glasfasern haben einen Durchmesser von 20 µm. Also ist in jedem Fall ein Labor notwendig.

      @OliFPV, wenn der Arm eh Schrott ist, dann wäre es interessant, wenn du mit einem Meißel oder Stechbeitel den Arm mittig spalten kannst. Dann hättest du eine Info ob sich im Arm das Gewebe der Decklage oder ein anderes fort setzt. Die Festigkeit zwischen den Lagen ist nur durch das verwendete Harz bestimmt.

      Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
    • Das war mal ein Puda Stingy V1 Clone von Banggood, Der Arm ist bei nem Sturz aus ca. 3-4 Metern Höhe in die Wiese gebrochen. Vermutlich ist der Motor dabei zuerst aufgeschlagen.

      Das mit dem spalten werde ich mal machen und ein neues Foto hochladen. Ich seh aber jetzt schon, da sich die Schichten im Arm ganz easy mit nem Schraubendreher lösen lassen, dass sich die Decklage nicht fortsetzt.
    • Neu

      OliFPV schrieb:

      Das war mal ein Puda Stingy V1 Clone von Banggood, Der Arm ist bei nem Sturz aus ca. 3-4 Metern Höhe in die Wiese gebrochen. Vermutlich ist der Motor dabei zuerst aufgeschlagen.

      Das mit dem spalten werde ich mal machen und ein neues Foto hochladen. Ich seh aber jetzt schon, da sich die Schichten im Arm ganz easy mit nem Schraubendreher lösen lassen, dass sich die Decklage nicht fortsetzt.
      Die Trennung der Schichten voneinander sollte vergleichsweise einfach gehen. Zwischen den einzelnen Lagen gibt es keine textile Verbindung sondern nur Harz. Das ist von seiner Festigkeit gering, weshalb du, auch bei einem sehr guten Laminat, diese Schichten recht einfach trennen kannst.

      Ich bin gespannt.

      Gruß
    • Neu

      Das ist ein typischer Aufbau aus UD lagen in 0/90 Aufbau. Bitte nicht von den Decklagen täuschen lassen. Habe bisher wenig Material gesehen das durchweg Köper oder normales Twill nutzt. ich würde fast sagen das 90% der Frames auf dem Markt so aufgebaut sind.
      Hättest du keinen Richtungswechsel hättest du nicht viel Spaß mit deinem Frame.
      Ich nutze gerne Material mit durchgehend Köper weil ich da in der Simulation einfach bessere Ergebnisse für meine erarbeiteten Lastfälle bekomme.
    • Neu

      Denke auch das es einfach Pech war und der Arm Aufgrund von Rotation des Copters und perfektem Einschlagwinkel gebrochen ist. Auch wenn es nur ein billig China Frame war, das Carbon hatte eigentlich nen guten Eindruck gemacht und der Frame war auch recht Steif.


      snap schrieb:

      Bitte nicht von den Decklagen täuschen lassen. Habe bisher wenig Material gesehen das durchweg Köper oder normales Twill nutzt. ich würde fast sagen das 90% der Frames auf dem Markt so aufgebaut sind.
      Ich hätte ja gedacht das es durchgehend Twill sein müsste, bzw. die Lagen immer um 45° gedreht sind. Also kann man davon ausgehen das es in den wenigsten Fällen so ist!?