Remote ID - Identifikation von kommerziellen und Hobbydrohnen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Remote ID - Identifikation von kommerziellen und Hobbydrohnen

      Moin Jungs,

      an und für sich kein neues Thema, aber es wird langsam konkreter.
      Besonders der Umstand, dass man mit dem Handy/Tablet in der Lage sein soll/wird herauszufinden was so um einen herum in der Luft fliegt, ist hier hervorzuheben.

      Wir sehen, dass das Thema von verschiedenen Seiten angegangen wird. Einerseits kommen die aktiven Transpondersignale (wohl primär Wifi), andererseits gibt es passive Systeme die auch Fluggeräte erfassen, welche nicht selbst ein Transpondersignal aussenden (z.B. Aeroscope). Letzere werden natürlich nicht einfach per App darstellbar sein - also "unser "Zeug" wird zunächst nur mit passiver Ortung gefunden.

      Mit der Evolution in Richtung Digitalfunk, besonders bei der Bildübertragung, kann sich sowas aber mit der nächsten Generation an Sendern schon ändern.

      medium.com/wing-aviation/wing-…drones-based-252e98e1c7a4
      theverge.com/2019/11/13/209637…tification-smartphone-app

      Dieses Topic soll nicht der Paranoia dienen, sondern wir wollen informativ und sachlich über die Zukunft sprechen.
    • Hi
      Ja das wird interessant werden. In einer Facebook Gruppe ist schon Panik zum DJI Artikel ausgebrochen.

      DJI versucht aber im vorraus Gehorsam zu sein. Ich glaube aber die denken nicht an die EU sondern an ihren eigenen Überwachungsstaat.

      Da unsere Copter nicht mit Transpondern ausgestattet werden können (Paragleitschirme auch nicht, Drachenflieger?) und normalerweise auch nicht hochgenug fliegen, um im echten Luftrau erfasst werden zu können, gibt es noch lange kein Problem für uns.

      Das DJI das nun ermöglichen will find ich sogar gut. Alle Vorfälle an Flughäfen waren ja mit denen. Und gerade dort gibt es große Problem die Copter per Radar oder sonstwas zu erkennen.

      Beitrag von FreeFlyer ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: obsolet, genauer lesen... ().
    • Hier sind die Regeln ja noch mal ziemlich genau erklärt und wenn man sich den Text der Verordnung durchliest stellt man fest: Selbst gebaute (privat hergestellte) Drohnen müssen (quasi) nie mit einer Remote-ID oder Geoawareness ausgestattet werden. Alles was mehr als 250 wiegt oder schneller als 19m/s ist oder 6s ist, ist automatisch Klasse C4.
      Die Länder können "aus Gründen der Sicherheit und Gefahrenabwehr, des Schutzes der Privatsphäre oder der Umwelt" Gebiete festlegen in denen eine Remote-ID und/oder Geoawareness nötig ist um dort zu fliegen. Ich denke bzw. hoffe das wird ähnlich wie jetzt schon mit den Gebieten wo man nicht fliegen darf.

      Das einzig betrübliche ist, das Spotter jetzt eigentlich immer nötig sind. Auch für < 250g...

      Edit: Die Drohnen-Klassen C0 bis C4 sind hier erklärt.
    • M.E. hat die ganze Transponderkiste einige Logikfehler - auch wenn sie den Selbstbau Bereich hoffentlich nicht trifft:
      1. Wenn man Unwissende von Fehlern abhalten will, bringt weder eine Registrierung noch Test noch ein Transponder was. Das Ding geht ja in die Luft. Da sind automatische Noflyzones für Ready-to-Fly Dinger besser.
      2. Wer absichtlich stören will, findet eh einen Weg. Da hilft keine Regulierung und kein Gesetz. Gerade das wird imho immer wieder übersehen.
      3. Wer einfach nur fliegen will wie wir, der bräuchte eine Anzeige / Warnung für denn manntragenden Flugverkehr. Dem muss ich ja als RC Pilot Vorrang geben, wenn er überhaupt in meinen Flughöhen fliegen darf. Aber die meisten Einmotorigen, Rettungshubschrauber und Segelflieger haben keinerlei Transponder (oder haben ihn nicht an). Wieso markiert man denn den Teil des Luftverkehrs, der Vorfahrt gewähren soll? - Umgekehrt wäre es viel sinnvoller.
    • Stefan73 schrieb:


      3. Wer einfach nur fliegen will wie wir, der bräuchte eine Anzeige / Warnung für denn manntragenden Flugverkehr. Dem muss ich ja als RC Pilot Vorrang geben, wenn er überhaupt in meinen Flughöhen fliegen darf.
      Ich finde es besser wenn man Flugverbotszonen an Flughäfen hat. Ich möchte nicht dem ungeschulten Piloten überlassen nach Anzeige / Warnung den manntragenden Flugverkehr einzuschätzen. Da hängt ja im Fall mindestens ein Leben, wenn nicht noch mehr, ins Gewicht. Es ist zwar schön, wenn man eine Landung aus einer gewissen Höhe aufzeichnet. Nett anzusehen, nur eine Machine beim landen einer Gefährdung aussetzen muss nicht sein.
      Meine Ambivalenz ist eindeutig paradox
    • Eigendlich sind die Regeln schon seit Jahrzenten genau genug definiert, um Problemlos Modellbau zu betreiben.
      Ein paar Änderungen (Versicherung, Plakette auch für nicht manntragend) 2006(?) waren angebracht.

      Nun aber sind einigen Neuerungen halt etwas willkürlich und Nutzlos.
      Flugverbotszohnen greifen nur, wenn der Pilot es interessiert. Der ungeschulte Pilot existiert nicht. Dummbatz trifft es besser. Wenn ich mich für ewas neues interessiere, habe ich mich auch umfassend zu informieren. Niemand probiert doch einfach mal das Autofahren aus und sagt, "wenn es mir gefällt schaue ich mal ob Schulen gibt die mir etwas dazu beibringen".

      Bei dem Identifikationssystem mache ich mir eher technische Sorgen. Ich habe noch keine echte Spezifikation dazu gefunden. Ein Transponder wie im Manntragenden Flug soll es nicht werden. Das würde wegen der geringen Flughöhen auch nicht funktionieren. Auch wären dann eine große Gruppe von Gleitschirm (etc.) Piloten betroffen, die einen solchen Transponder zur Zeit nicht brauchen, dann aber ebenso davon betroffen wären (>250g).
      Also soll es Bluetooth oder WiFi werden. Haben sich da Politiker mal über diese Technik informiert? Die meisten (alle?) Handys können kein WLan zu mehreren Stationen aufbauen. Ich gaube das ist gar nicht im Standard vorgesehen. Zwei Drohnen in Reichweite und es geht schon nicht mehr, beide zu orten. Bluettooth (oder vieleicht LE 4.x) ist da vom Protokoll besser. Aber die Sendeleitung erlaubt auch bei heute erhältlichen Chips nur wenige 100m. Mit Highpower Modulen von TI haben wir mit richtigen Antennen knapp 300m hinbekommen. Diese Chips werden aber nicht in Handys verbaut. Gute Antennen haben Handys auch nicht. Ist halt Nahbereichsfunk.
      Und wie soll so ein Flächendeckendes Netz von Empfangsstationen aufgebaut werden? Nur für ein paar Spielzeugkopter. Bei den Kommerziellen Flügen geschieht es eh mit Anmeldung und Freigaben. Da brauche ich keine Technik zur Ortung. Ich sage vorher schon wo ich fliegen will und frage ob ich darf.
      Wir haben ja noch nichtmal Internet/LTE Flächendeckent. Und da gibt es zahlende Kunden.
    • Ich habe es nicht so verstanden, dass irgendwas flächendeckend überwacht werden soll. Die App zeigt nur das an, was in WLAN Broadcast Reichweite ist - ohne Relays oder dergleichen.

      Ebenso hast du einen Denkfehler: es soll kein Netzwerk zu mehreren Stationen aufgebaut werden. Stell dich mal in die Stadt und such nach verfügbaren WLANs, da findest du auch nicht nur eines - auch wenn die auf unterschiedlichen Kanälen funken. Zu einem(!) Netzwerk verbinden ist erst der nächste Schritt und erst hier kommt die Beschränkung auf eine Verbindung.
    • Ich habe schon in verschiedenen Beiträgen gelesen, das es zukünftig mal Flächendeckend werden soll. Kann aber auch spekulativ gewesen sein.

      Bei Wlan bleibt das Problem. Rufe ich einen Kopter ab ist die App für Andere blind. Der Wechsel zwischen mehreren Wlans dauert so lange, das die Kopter schon wer weis wo hingeflogen sein können. Eine Kollision kann nicht verhindert werden, wenn ein Kopter meldet ich bin hinter dir und der Zweite nicht sagen kann ich aber vor dir.

      Wlan und Bluetooth sind für das Vorhaben nicht gemacht.