Geplante Regeln in den USA

    • deadcat schrieb:

      Tatsächlich findet man für Kategorie 2 aktuell sogar Formulierungen wie "Flüge nur an Orten, an denen man keine nicht involvierten Personen erwartet".

      Letzteres so zu definieren, dass es "nur auf Modellflugplätzen" heißt, wäre ein vergleichsweise kleiner Schritt, der uns in der Praxis das gleiche Ergebis bescheren würde, das sich aktuell in den USA abzeichnet.

      RemoteID kriegen wir hier zwar wegen Datenschutz eher nicht, schon gar nicht öffentlich zugänglich, aber selbstgebaute Copter außerhalb von Modellflugplätzen zu verbieten, ist auch bei uns kein unrealistisches Szenario mehr.
      Wenn man sich die Verordnung ansieht eher nein. Dort wird sehr genau festgelegt was der nationale Gesetzgeber darf und was nicht. Aus A3 zu machen "darf nur auf Modelflugplätzen fliegen" ist IMO ausgeschlossen. Aber IANAL.

      Was mir übrigens aufgefallen ist: FPV ist bis 120m Höhe erlaubt. Und wenn man Hindernisse überfliegt auch mehr. Und unsere Tyros usw. können wir bis Mitte 2022 kaufen. Danach gelten Bausätze nicht mehr als "privat hergestellt". Und für selbstgebaut <250g aber schneller als 19m/s gilt A3. Aber auch nur für Dronen die ab mitte 2022 in Betrieb genommen werden.
    • @silbaer
      Stimmt, aber was ich eigentlich meinte: Wer sagt uns denn, dass die EU das nicht nochmal entsprechend überarbeitet?

      Das war nämlich garantiert nicht das letzte Mal, dass die sich mit ziviler, unbemannter Luftfahrt beschäftigt haben.
      Der Schritt hin zu einem quasi-Verbot (begründet mit fehlender/manipulierbarer Geo-Awareness, o.ä.) von Eigenbauten ist klein und nur weil das nicht schon dieses Jahr passieren kann, sondern vielleicht erst in fünf Jahren oder so, macht es das ja nicht besser.

      FPV bis 120m ist zwar nett, aber dafür braucht man ab jetzt auch immer einen Spotter. Selbst mit <250g. Da war mir die bisherige Regelung fast lieber.
    • Wenn man die Verhältnismäßigkeit betrachtet weshalb hier mit Gesetzen reagiert wird, steht doch in erster Priorität die Frage "Warum" im Raum.
      An der Anzahl der Zwischenfälle mit 150 Bundesweit kann es nicht liegen. Das ist eigentlich gleich nichts bei 90 Millionen Einwohnern und der Anzahl
      anderer wirklich prägnanter Zwischenfälle die in unserem Land passieren.

      Gesetze lassen sich übrigens sehr schnell ändern und auch anpassen. Und das wird mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht zu unserem Wohl sein.
      Alles andere würde meine mehr als 50 Jährige Lebenserfahrung wirklich erschüttern.
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    • Wurde eigentlich schon mal die Thematik angesprochen, dass durch diese neuen Gesetze bei vielen Leuten ein enormer Wertverlust stattfindet? Es gibt sicherlich FPV Piloten hier deren Ausstattung und Copter mehrere tausend Euro gekostet haben. Blöd nur, dass diese dann nicht mehr verwendet werden können, außer man möchte riskieren ein fettes Bußgeld zu kassieren und als böser Verbrecher dargestellt zu werden. Wer weiß wie es in 5 Jahren aussieht? Vielleicht ist es dann nicht mehr möglich (illegalerweise) seinen Copter oder Wing steigen zu lassen, weil alles kontrolliert und überwacht wird.
      Man könnte das ganze mit den Diesel Verboten in Städten vergleichen. Irgendwann wird der Diesel sicherlich ganz verboten, und die Leute die noch einen haben bleiben auf ihm sitzen. So wie die FPV Piloten auf ihrem sündhaft teurem Equipment.
      Hier könnte Ihre Werbung stehen.
    • Die Möglichkeit auf Modellflugplätzen zu fliegen wird wohl noch lange bestehen bleiben. Für ein entsprechendes Verbot gäbe es auch kaum eine Argumentationsgrundlage, da solch kleine und klar abgegrenzte Gebiete von autonomen Lieferdrohnen, o.ä. ja problemlos umflogen werden können.

      Eine Abschaffung der FRIAs ist aktuell nicht mal in den USA geplant. Lediglich die Anmeldung und Genehmigung selbiger ist nur einmalig bis Ende dieses Jahres angedacht. Danach sollen keine weiteren Flächen/Lufträume genehmigt werden.

      Klar, FPV-Freestyle wäre damit praktisch nicht mehr legal zu betreiben, aber den Leuten ihr Hobby komplett zu verbieten, können die Politiker damit (sowohl in den USA, als auch später ggf. in der EU) ganz diplomatisch abstreiten und das sogar ohne wirklich die Wahrheit verdrehen zu müssen.

      ...
      Und den alten Diesel wird man im Zweifelsfall ja trotzdem noch los. Die Kassen der "fur export"-Jungs werden klingeln. :whistling: :D
    • Politik... Wenn man in einem politischen Umfeld arbeitet, verliert man da ganz schnell den Glauben dran. :D

      Meinungen, die über objektiver Praxis stehen, Grabenkämpfe mit ganz anderen Arten von Waffen zB. Netzwerke, "Connections all over", ein Anruf: "substanzielles Thema tot" usw... das Ganze "Mikrodunstkreis" definiert und gepaart mit notorischen Ja-Sagern um "Cheffe" nicht zu enttäuschen. Daily Business. Hinzu kommt eine gewisser Art technologische Überforderung, auch hinsichtlich der Dynamik. Entscheider die teils NULL Plan haben, außer was der "Mikrodunstkreis" heranträgt. Aber entschieden muß werden. Kein einfacher Job, aber er muß gemacht werden. Mir ist das Business zu eklig schleimig und unehrlich. Habe mich bewußt dagegen entschieden, "gruppendynamisch hoffnungslos". ;)
      Der Mensch im Kollektiv ist massig dumm und lernt in der Regel nicht generationsübergreifend aus den Fehlern. Geschichte wiederholte sich, Geschichte wird sich wiederholen.
      Wie dumm das "externe" Kollektiv ist merkt man an dem "erstarken" mancher Parteien.

      Der regeltreue Bürger geht am besten fliegen, solang es noch ohne "Outlawstatus" möglich ist. Manche von uns sind ja schon längst Outlaws. Ändert sich also nix. ;)

      Etwas Zukunftsüberwachungsmusik aus Fernost:
      E-Auto Jahr 2020
    • Die Jungs müssten mal dazu gezwungen werden, sämtliche Gesetze und deren "werdung" schriftlich festzuhalten.
      Also: Wer auf die Idee kam, und warum. Was man damit unterbinden will, was verbessert werden soll, und Zahlen über die zu erwartenden Auswirkungen. Im Beispiel hier die Anzahl der Vorkommnisse bundesweit, die zu erwartende Senkung, ganz wichtig auch die Nennung von Lobbyisten und deren Input.
      Was mich bei sowas immer am meisten stört: Es beeinträchtigt nur den gesetzestreuen Bürger, genau wie bei den Waffengesetzen. Verschärft man diese, verschiebt man das das Verhältnis von den bösen (die sich um die Verschärfung nicht kümmern) zu den Guten. Der Böse muss weniger Gegenwehr befürchten, es leiden ausschliesslich die darunter, die sich an Gesetze halten.
      Wenn ich mir die militanten Zweirad-Terroristen hier in Zürich ansehe, müsste ich als erstes genau sowas für alle Fahrräder fordern. Permanentes Streamen der Position ins Internet. Garantiert gab es im letzten Jahr mehr Verletzte durch Fahrräder als durch Flugmodelle. Nach einem Führerschein für Fahrräder ruft komischerweise niemand.
      Zweifelsfrei überfällig ist allerdings ein Kenntnis-/Fähigkeitsnachweis beim Antritt eines politischen Amts 8o
      Lex dubia non obligat.