Lötzinn - bleifrei oder bleihaltig? Flux nötig?

    • Schau mal in den Ich freue mich weil Thread, hab dazu was gepostet :D

      Hab mit 315° das gelötet, was ich im Thread berichtet hab

      Die Lötstellen sind mMn 1a geworden. Nicht zu viel Lot, als ich zB zwei Kabel miteinander verbunden hab (davor ineinander verflochten) , hab ich nur so viel Lot hinzugegeben, dass die Litze getränkt ist, aber kein sichtbarer Klumpen entsteht

      Auf dem Bild erkennt man die Lötstelle ein wenig
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stryker ()

    • Na, das klingt doch gut :)

      Erkennen kann man relativ wenig aber ich denke, nach deiner Beschreibung zu urteilen, hast du das schon ganz gut hinbekommen :thumbup:

      EDIT: Ok, auf dem editierten Bild sieht das jetzt aber schon etwas sehr sparsam aus, das Goldene darf ruhig ausgefüllt sein und das Kabel darf auch schön drinstecken :P

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von snaQi ()

    • Ja es sieht wirklich genauso gut aus wie in den unzähligen Löt Tutorials. Ich konnte schon seit ein paar Jahren löten, weil ich ein Praktikum bei Airbus hatte und da gelernt hab wie man ordentlich lötet. Dann hab ich nicht mehr löten müssen. Vor einem halben Jahr musste ich mir nen xt60 an nen Akku löten und da hab ich Stannol bleifrei benutzt, das war grauenhaft. Hab dann 30 Jahre altes Fluitin Lötzinn mit 40% Blei im Keller gefunden und damit gings dann besser. Jetzt hab ich gleich mal ordentliches gekauft und damit geht es wunderbar von der Hand

      PS: Hast du das neue Bild gesehen das ich hochgeladen habe? Da erkennt mans besser
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    • Hatte das zuvor zum Test gelötet, siehe Bild. Da erkennt man vielleicht wie ichs gemacht habe


      snaQi schrieb:

      EDIT: Ok, auf dem editierten Bild sieht das jetzt aber schon etwas sehr sparsam aus, das Goldene darf ruhig ausgefüllt sein und das Kabel darf auch schön drinstecken :P

      Naja das Kabel ist 0.5mm2, also sehr dünn. Egal, hab nen Zugtest gemacht und es hält
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    • Ja, die Belastungen sollten sich an der Brille auch in Grenzen halten. Wird schon klappen.

      Und ja, mit dem Felder hast du garantiert nichts falsch gemacht. War nach zich verschiedenen Loten selbst beeindruckt, dass ich es direkt im anderen Thread mitteilen musste :P

      Gibt garantiert noch andere Hersteller mit ähnlich guten Zusammensetzungen aber ich denke nach oben kann sich da nicht mehr viel tun.
    • Nach meiner Erfahrung hat die Temperatur eine viel geringere Bedeutung, als man bei vielen Tutorials oder ganz allgemein erzählt bekommt. Insbesondere die Temperatur für große Flächen etc. hochzudrehen ist meiner Meinung nach zumindest unnötig, wenn man eine ordentlich dimensionierte Lötspitze hat (sehr wichtig!) und ein Lötwerkzeug mit ausreichend Leistung (auch wichtig). Dabei spielt natürlich auch noch die Technik eine Rolle (Lötspitze mit integriertem Heizelement oder lose zum Aufstecken usw.).

      Anfänger verwenden oft viel zu kleine Spitzen. Wenn man sich mal bei Youtube die Leute anschaut die schon ein paar Jahre lang löten, dann wird einem auffallen, dass die alle dazu tendieren große Spitzen zu verwenden, selbst für Arbeiten and SMDs. Leider sind es aber auch die runden Spitzen die standardmäßig mitgeliefert werden. Selbst verwende ich zu 99% entweder D16 bis D32 (Geformt wie ein Schlitzschraubendreher) oder BC2 (sieht aus wie schräg abgekappt). Nur ganz selten krame ich eine wirklich feine Spitze heraus. Der Unterschied zwischen der richtigen und der falschen Spitze kann so weit gehen, dass man mit der ersten innerhalb von 1-2 Sekunden alles am fließen hat und bei der zweiten selbst nach einer Minute noch nichts passiert. Und das ist dann der Punkt an dem viele denken man muss jetzt die Temperatur bis zum Abwinken hochdrehen.

      Löten tue ich meistens bei um die 320° C. Bei empfindlichen Bauteilen gehe ich auch mal runter oder bei unkritischen Sachen (z.B. XT60-Stecker) etwas höher. Der Punkt ist aber, dass ich auch bei diesen relativ niedrigen Temperaturen mit einer > 60 Watt Lötstation normalerweise keinerlei Probleme habe große GND-Flächen, wie z.B. in einem Netzteil aufzuheizen. Noch mehr Spaß macht es übrigens mit 100 W, damit hab ich bisher alles klein bekommen. Für den normalen Gebrauch verwende ich aber inzwischen zwei günstige ~70 W "T12" Lötstationen aus China. Auf die Weise habe ich immer zwei verschiedenen Spitzen greifbar, was sich für mich als optimal herausgestellt hat.

      Verwende überall bleihaltiges 60/40 Lot.

      Als Flussmittel verwende ich in Isopropanol gelöstes Kolophonium in einem Fläschchen, was eigentlich für Nagellack gedacht ist (mit so einem kleinen Pinseln am Deckel dran). Lässt sich später auf Wunsch alles mit reinem Isopropanol und einem Pinsel wieder abwaschen.

      Für die XT30/XT60-Stecker habe ich mir jeweils ein weibliches und einen männliches Gegenstück mit (an den Enden isolierter) dicker Kupferleitung dran gelötet. Das fixiert einmal die Hülsen und zieht nach dem Löten sofort die Hitze weg. Extra Flussmittel füge ich erst dann hinzu, wenn ich zulang dran herumgefummelt habe und das Lot Spitzen und andere Ausformungen bildet.

      Mit Flussmittelresten...

      ...und ohne...
    • Danke für deinen Beitrag.

      Hab jetzt mal zur Übung nen neuen Xt30 ans Esc vom Zohd Dart 250g gelötet, das war eh zu lang. Gestern hab ichs versucht, aber das ist fast in nem Nervenzusammenbruch geendet weil diese xt30 Stecker so verdammt klein sind und die Lötstellen wirklich nicht gut aussahen. Dann ist mir immer die Flux zu schnell verbrannt (verbrennt ja oder?, bzw ist nach kurzer Zeit "weg" und das Lötzinn klebt am Kolben). Hab das gestern stillgelegt.

      Heute nochmal den xt30 komplett abgezwickt und neuen Versuch gestartet. Dieses Mal mit aller Ruhe. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich bin jetzt zufrieden.
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    • Stecker mit Kombizange packen und um die Griffe irgendeinen passenden Schnipsegummi. Dann haste beide Hände frei.
      Wenn Du das Flussmittel verbraten hast einfach bisschen neues Lötzinn zuführen.
      Das reicht dann schon an frischem Flussmittel.
      Beim Stecker oder Buchse löten immer das passende Gegenstück dranstecken.
      Verhindert verbogene Kontakte fall das Plastik mal zu heiss wird.

      Grüße
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    • flymetothemoon schrieb:

      Stecker mit Kombizange packen und um die Griffe irgendeinen passenden Beim Stecker oder Buchse löten immer das passende Gegenstück dranstecken.
      Verhindert verbogene Kontakte fall das Plastik mal zu heiss wird.

      Grüße
      mach ich eh immer :P


      flymetothemoon schrieb:

      Stecker mit Kombizange packen und um die Griffe irgendeinen passenden Schnipsegummi. Dann haste beide Hände frei.
      Ja ich nutze schon solche kleinen Kunststoff zangen zum Fixieren. Diese Beschwere ich dann mit den anderen Zangen, die aus Metall sind und schwerer sind (Seitenschneider, Spitzzange, Normale Zange und Kabelabisolierer). Damits nicht verrutschen kann.
      Kabel und Stecker verzinne ich ja davor und kann das Kabel dann mit der Hand hinführen

      Ziemlich unpraktisch. Muss mir mal ne dritte Hand zulegen

      Das Bild ist nur eine Veranschaulichung, hab irgendwelche rumliegenden Stecker genommen
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