Warum einen "Switchback" machen?

    • Warum einen "Switchback" machen?

      Hallo Zusammen,

      man beobachtet ja zur Zeit das viele Pros von Vertical Frames auf den Five33 Switchback wechsel. Auch Ebay Kleinanzeigen ist voll von Staccatos und Singularitums. Warum wechselt ihr/man zurück auf ein normalen True-x Frame bzw. auf einen True-X mit zusätzlichen Seitenplatten?

      Danke und Grüße
      Robin
    • Da dürfte sich die Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit nicht mit dem Nutzen der SFG aufwiegen. Die SFG kann man so ja auch implementieren. Außerdem dürfte es immer Probleme mit Vibrationen und komischen Effekten gegeben haben.
      Je weniger du selber machst, desto weniger machst du auch falsch :P
      kaum macht ma s richtig, schon funktionierts!

      blackcatframes.racecopter.at/product/sica-5-6/
    • In meinem Bekanntenkreis fliegen mittlerweile echt viele den Switchback, weil es einfach ein guter Frame ist:

      Stabil, leichter Aufbau, klein, leicht, durch SFGs oder BFGs gute Wendigkeit. Kann von dem was ich mitbekommen habe nichts negatives sagen. Da meine leider schlecht ausgewählte Hardware viel zu groß dafür ist kann ich nicht wechseln ohne alles neu zu kaufen, somit bleibe ich beim Singu. Würde ich jetzt neu einsteigen wäre meine Wahl klar der Switchback.
      :!: FPV Lions Diepholz - fpv-dh.de/ :!:
    • Für mich ists der "Schwitzbecker", kein Switchback ^^ .

      Da aktuell meine/unsere Versorgungssituation für den Flamungitum nicht ideal ist und ich irgendwas zum Kaputtfliegen brauche, habe ich mir testhalber einen Switchback aufgebaut und kann folgendes feststellen:
      -Das Gewicht sagt mir mehr zu als das vom Singularitum. (Beim Singu wird die Versorgungssituation so langsam auch dünner, was einzelne Ersatzteile angeht.)
      -Er fliegt sich sehr viel weniger gutmütig als nen echter Boxframe, mit den BFGs aber ausreichend präzise auf Roll. Er hat viel mehr Autorität auf der Yaw-Achse (haben die Boxen ja so gar nicht)
      -Das Thema Vibration bei Verticals vs Switchback kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Der Switchback hat ein schlechteres Noiseprofil als Flamungitum und Singularitum, es ist aber noch im Rahmen. Und wenn es durch ein angeknackstes Teil verschlimmert wird, kann man es relativ schnell wechseln.
      -Die Wartung geht tatsächlich sehr schnell bei dem Frame.
      -Er könnte für meinen Geschmack ruhig noch 5g irgendwo verlieren.

      Ein Wundermittel ist der Switchback nicht, aber er ist relativ günstig und gut wartbar.
      Ironie ist wie dieser Smiley:
      °.-/)
    • tk33 schrieb:

      - Wartbarkeit und Verschleiß sind bei den Verticals teilweise sehr hoch, vor allem die 2mm Variante des staccato brökelt sehr schnell
      Wartbarkeit und vor allem Verschleiss sehe ich beim Singularitum alles andere als hoch. Da bröckelt rein garnichts! Ich habe dieses Jahr Outdoor noch nicht ein Carbonteil kaputt bekommen. Falls doch mal was kaputt geht muss man zwar mehr als 2 Schrauben lösen aber ob man bei 8 oder 5 Schrauben eine Debatte über Wartbarkeit führen muss ist doch äusserst fraglich.

      Der Switchback wiegt halt deutlich weniger, insbesondere mit 20x20 Hardware. Denke das ist der Hauptgrund weg vom Vertical.
      too much stuff
    • Also wir hatten im Team zunächst Staccatos, dort ist gefühlt ständig etwas gebrochen.

      Die Singus haben deutlich besser gehalten aber auch da wird irgendwann das Material weich bzw. bricht, je nach Flugstil und Gelände natürlich früher oder später (wir haben z.B. ein Gravity-Gate aus massivem Holz, das hat schon einige Opfer gefordert). Und wenn dann eben was bricht, wird es beim Singu unangenehm. Die Wartbarkeit (wenn notwendig) ist da im Vergleich zu anderen Frames deutlich schlechter.

      Der Singu ist ein Top Frame allerdings hat er eben nicht nur Vorteile. Das hohe Gewicht und die schwiergie Wartung sind eben Punkte die beim Switchback deutlich besser ausfallen, das "Vertical-Feeling" kompensiert der Switchback ein Stück weit durch die SFGs.

      Aber keine Sorge, ich bin mir sicher nächstes Jahr gibt es wieder den neuesten Hype und alle setzen darauf.... :D
    • Was an der Wartung vom Singu ist denn so deutlich schwierig? Top plate runter, 4 Schrauben pro Arm, 8 für ne Strebe, für jede weitere Strebe kommen 4 Schrauben dazu. Klar ist das beim Switchback deutlich weniger aber eben auch nichts was nicht in 10 Minuten erledigt ist. Gates treffen hat nix mit Flugstil zu tun und wenn das Gate aus massivem Holz besteht muss mans halt treffen oder produziert Kleinholz. :) Der Hype kann mir gestohlen bleiben. Das geringere Gewicht von ca. 70 Gramm reizt natürlich irgendwo aber solange ich fliegerisch nicht alles aus dem Singu rausholen kann sehe ich keine Notwendigkeit für nen switch back.
      too much stuff
    • Es geht hier ja auch nicht zwingend um die Notwendigkeit sondern darum, einen Trend zu erklären.
      Es schreibt einem ja auch keiner vor, was man fliegen soll.

      Ich fliege aktuell zwei Singus und einen Schwitzbecker, die Tendenz bei mir geht jetzt halt mit dem Singuverbrauch dahin, dass es zwei Schwitzbecker und ein Singu wird.
      Meine Einschätzung habe ich ja oben geschrieben.
      Wenn bei mir nichts kaputt ginge, würde ich auch nichts austauschen. :)
      Beim Singu sind es halt nicht nur die Schrauben, die man ausdrehen muss, es ist auch das Hantieren mit einer Zange zum Lösen der Motorplates und dann das Auseinanderfriemeln der Streben(reste). Nach zu vielen Crashes muss man(ich) dann doch auch manchmal die Bottomplate austauschen - und das ist halt richtig ätzend.
      Und ich muss @tk33 zustimmen, Gravitygates aus Holz laden dazu ein, bei einer guten Linie zu eng zu ziehen und dann mal eben den Kopter zu zerstören.

      Am Ende hat halt jeder ein anderes Nutzungsprofil. Und auch andere Anforderungen an einen Frame.
      Ein riesen Vorteil, den die Boxen gegenüber den Leichtframes haben ist, dass sie meist weiterfliegen können. Auch wenn eine Strebe und nen Arm gebrochen sind, reicht die Gesamtstabilität meist aus, einen Heat noch zuende bringen zu können. An der absoluten Spitze ist das zwar meist egal, aber im jeweiligen Mittelfeld kann das schon den Unterschied zwischen Weiterkommen und Ausscheiden sein.
      Ironie ist wie dieser Smiley:
      °.-/)
    • Ich habe die Arme an der Bottomplate mit einem Minimum an Sekundenkleber geklebt weil zu ich zu lazy war alles auseinander zu bauen um E-Tape über die Nasen kleben. Mit E-Tape im Neuzustand sehe ich keine Chance den Singularitum im Neuzustand zusammen zu stecken, ist einfach sehr genau gefräst das Zeug! Nach einiger Zeit geht das dann aber und verleiht dem Frame die alte/neue Steifigkeit. Im Nachhinein betrachtet war das aber eine nicht so gute Idee denn ich bin mir nicht sicher ob das jemals wieder lösbar ist. Ergo, wenn die Bottomplate oder ein Arm getauscht werden muss, kannst alles was sich nicht lösen lässt in die Tonne. Epoxy macht imo auch wenig Sinn, da das sofort bricht.
      too much stuff
    • wildflieger schrieb:

      Was viele nicht wissen: Sekundenkleber ist wasserlöslich.
      :huh: Cyanoacrylat (Sekundenkleber) polymerisiert (härtet aus) sobald es in Kontakt mit Wasser oder Luftfeuchtigkeit kommt und das in Sekunden (daher der Name). Natürlich ist Cyanoacrylat wasserfest.
      Wie tune ich richtig? 1drv.ms/u/s!AqLnXyWYA2B72jMV-sno0GqNj6Ux?e=QWOwrd
      work in progress - Stand 5.9.2020
    • Zum lösen von CA geht Aceton wunderbar, man sollte nur darauf achten, dass die anderen Materialien sich nicht auch auflösen. Bei Carbon Teilen sollte es mit Aceton wunderbar funktion die Klebestelle zu lösen.

      SeKu/CA ist nicht direkt wasserlöslich. Jedoch schwächt man den Kleber, wenn er lange in Wasser eingelegt wird.
      Von der Haut bekommt man ihn mit Wasser, weil die Haut aufweicht und der Kleber unterwandert werden kann.