DIY Li-Ion Panasonic NCR18650B 6S1P führte zum Absturz - Troubleshooting

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    • DIY Li-Ion Panasonic NCR18650B 6S1P führte zum Absturz - Troubleshooting

      Hallo!

      Erster Post und leider kein so gutes Thema.

      Hatte heute bei meinem ersten Long Range Flug einen Absturz. Alles halb so wild: GoPro Mount abgebrochen, ND Filter kaputt - alles im Rahmen.
      Aber der Grund fuchst mich: ich weiß nicht zu 100%, was passiert ist.

      Ich habe einen selbstgelöteten Li-Ion Akku 6S1P 3400mAh mit Panasonic NCR18650B Zellen mir zusammengelötet. So weit, so gut. Hat zwar ewig gedauert, aber war kein Problem.
      Meine Drohne ist ein 7" Flywoo Mr. Croc mit DJI HD Air Unit und Holybro Kakute F7 FC sowie Tekko 32 F3 Rev C ESC. Motoren sind iflight XING 2806.5 1300kV.

      Während des Fluges hatte ich schon verdächtig niedrige Akkuspannungen. Die pendelten immer zwischen 18 und 19 V.
      Signalstärke war konstant bei 25,4mbps. Bild war glasklar.

      Auf einmal "Image transmission stopped" und das wars. Also zum letzten GPS Punkt gelaufen und die Drohne eingesammelt. Der Akku war nicht mehr angeschlossen - entweder waren es die Drohenfinder, die mir damit schon entgegen kamen, oder es ist im Flug passiert. Das war zumindest meine erste Vermutung, weil etwas Dreck an einem Kontakt war und vor allem der Male-Stecker an der Drohne, so rekapitulierend gesehen, nicht wirklich eng sondern eher leichgängig war.

      Jetzt habe ich mir die Brillenaufnahme angeschaut und bin etwas erschrocken: In den letzten zwei Sekunden vorm Absturz geht die Akkuspannung von 18,5V rapide runter auf 16,3V und dann war der Verbindungsabbruch. Eben habe ich die Zellen an meinem Ladegerät ausgemessen und alle Zellen haben ca. 3,8V - außer Zelle zwei, die hat 4,27V (!).
      Wie kann das sein? Wurden während dem Flug nur fünf Zellen belastet und eine hat den Dienst quittiert? War das der Grund? Spontaner Stromausfall in der Luft?

      Ich habe es in meinen Anfangszeiten geschafft einen Lipo "leer" zu fliegen - leider. Ergebnis war aber, dass ich einfach keinen Throttle mehr geben konnte und die Drohne zu Boden sank. Ich hatte dennoch aber immer ein Bild! Hier war das anders - das Bild war einfach weg.

      Könnte es an einer defekten Akkuzelle liegen? Austauschen und eine neue einlöten? Wie würdet ihr vorgehen? Lötfehler habe ich, soweit ich das beurteilen kann, keine gemacht. Ich sehe mal keinen Kurzschluss und die Balancer sind auch alle am richtigen Ort.

      Ich freue mich auf eure Hilfe! Schonmal vielen Dank!

      Beste Grüße :)
    • Eventuell nen anderen Zelltyp verwenden, der NCR18650B ist doch grade mal für 2C Entladestrom (~= 6.5A) ausgelegt.
      Direkt aus dem Datenblatt: imgur.com/JfWX3eB

      Wenn's 18650 sein soll, wärst du glaub ich mit Sony Konion VTC5/VTC6, LG HG2 oder Samsung 30Q besser unterwegs. Oder falls es 21700er sein dürfen, Molicel INR21700 P42A.
      Da knickt dir die Spannung unter Last (Ich nehm mal an das wird irgendwas um die 10-15A gewesen sein?) auch nicht so schnell zusammen.

      Warum jetzt bei 16.3V aufeinmal komplett schluss war? Ist ne "protected" Zelle, bei 2.75V schaltet die Schutzschaltung ab. Zusammen mit dem Fakt das sie bei Belastung ziemlich stark von der Spannung einknicken, wäre das ein valider Grund.
      Aber warum jetzt eine Zelle von dir aus der Reihe tanzt (und das überladen), kann ich dir nicht sagen. Vielleicht beim laden/balancing schon was schief gelaufen. ¯\_(ツ)_/¯
    • Vielen Dank Leute für die schnelle und vor allem kompetente Rückantwort, ich weiß solche Infos wirklich zu schätzen und liebe Foren deswegen!

      Auch wenn die Nachricht solala für mich ist, so zeigt ihr mir dennoch direkt auf, was ich zu ändern habe.
      Tatsächlich habe ich mich beim Zusammenbauen einfach an die "Anleitung" von Whirly Bloke gehalten - der hat seinen Li-Ion genau so zusammengebaut wie ich und hatte keinerlei Probleme an seiner 7". Aber er hat damit auch nur Runden in seinem Garten gedreht.
      Das passiert, wenn man einfach "nachbaut" anstatt selbst die Datenblätter zu lesen und dabei nachzudenken, ob das auch wirklich so passt.

      Tatsächlich hatte ich noch einen zweiten dieser Akkus zuhause, weil ich mit die Option offen halten wollte 2p zu nutzen um die Kapazität zu verdoppeln. Tjoar, schade. Mal gucken, ob ich die Zellen für irgend etwas anderes benutzen kann. Selbstgebaute Powerbanks oder so.

      Jetzt alterniere ich zwischen dem Sony VTC6 und dem LG HG2. Wenn ich das richtig herauslese, kann der Sony die 30A nur bringen, wenn er temperaturüberwacht wird. Da dies hier ja nicht der Fall ist, würden die 15A angesetzt, richtig? Aus dem Grund würde ich ja fast dem LG den Vortritt geben.

      Tatsächlich ist aber auch der Molicel interessant. Er hat halt ein wesentlich höheres Gewicht (das Pack hätte 420g anstatt 300g), was den Betrieb mit 2p dann schon wieder theoretisch knifflig macht. Auf der Gegenseite steht aber, dass er wesentlich mehr Stromstärke bieten kann. Der Abwägeprozess ist ziemlich tricky muss ich sagen ^^.
      Mein Bauch sagt: LG HG2 als 6s2p fliegen - aber Molicel als 6s1p hätte auch seinen Reiz.... wie würdet ihr entscheiden?

      Beste Grüße!
    • Bevor Du Zellen und Schaltung beschließt, musst Du erst mal wissen, was der Strombedarf des Kopters ist: im Schwebeflug, im Steigflug und im Punch (Vollgas).
      Da es ein 7 Zoll Longranger ist, würde ich mal auf 6-8A im Schwebeflug tippen. Im Punch sind sicherlich 50A oder mehr. Du musst nun bedenken, dass die Akkuspannung einfach komplett in die Knie geht, wenn Du massiv zuviel Strom ziehst - insbesondere wenn die Akkus leerer werden. Das geht dann soweit, dass Du mit mehr Gas kaum noch mehr Schub erzeugst, aber die Akkuspannung komplett wegklappt.
      Hat das Ding einen halbwegs kalibrierten Current Sensor? - Dann mal mit einem FPV Lipo fliegen und den Stromverbrauch loggen. Danach würde ich die Zellen diskutieren.
    • Tatsächlich habe ich anfangs bei den LiPos genau das gemacht: durchrechnen. Bis ich irgendwann dazu übergegangen bin, mir einfach die Tattu R-Lines zu holen, welche eh genug Leistung bringen.

      Das mit dem Current Sensor ist eine gute Idee, danke dafür. Der im Holybro Kakute F7 HDV funktioniert ganz gut. Dann werde ich mal auf den Acker gehen und Probefliegen.

      Das Teil macht mir ja schon etwas Kummer, da ich zu Beginn auch von dem ESC Tekko32 F3 Rev B Fehler betroffen war. Bei 6s LiPo Throttles Punches gabs einen Desync und die Drohne hat sich mitten in der Luft rebooted. Hab zum Glück einen Ersatz bekommen und alles funktioniert seit ein paar Tagen wie es soll. Bis auf den Li-Ion Akku, aber die Infos hier sind schon super :).


      Edit nach Flug: In der Spitze beim Throttle Punch zieht sie ca. 75A beim ersten Anschlag. Wenn man diesen hält regelt sich das bei ca. 62A ein. Zusammengefasst wäre ich dann bei den LG HG2. Beim normalen Flug ging die Stromstärke selten über 15A. Aber sicher ist sicher.
      So ein bisschen widerspricht das ja dem Datenblatt, aber hey...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Saito ()

    • Jap, 7x4x3 von HQProp.

      Aber wie dem auch sei, ich gehe eh nicht davon aus, dass ich beim einem Long Range Flug einen Throttle Punch brauchen werde.
      Nach nochmaligem Ansehen der Entladekurve der VTC6 gegen die HG2 tendiere ich doch eher zu den VTC6, da diese wesentlich konstanter ist. 90A maximaler Entladestrom ohne Temperaturüberwachung sollten passen.
    • Also ich habe mir aus 6 Sony VTC6 Li-Ion Zellen mit 3000mah einen 6S1P Akku zusammengelötet. Davon schalte ich dann 2 parallel.
      ist doch dann das selbe wie ein 6S2P Akku mit 6000mah oder sehe ich das falsch?

      edit:
      sieht dann bei mir so aus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sky ()

    • Mit denen kann man ja auch nicht harte Wendemanöver fliegen, diese doch sehr viel Energie fressen. So ein Mavic würde ich von der Bewegung einem Omnibus zuschreiben. Hinzu kommt, dass die Hardware zur Regelung und Ansteuerung auf eine Platine ausgelegt werden, Platz- und Gewichtsparen. Motore werden Gewichtsoptimiert gefertigt und es werden Zweiblattpropeller verwendet die auch wieder viel effizienter sind. So ein Mavic besteht ja nur aus Gehäuse, ein bisschen Platinenmaterial, Motore und in der Hauptsache aus einem Accu, der auch noch ein tragende Funktion hat.

      Mit unseren Eigenbauten, die Komponentenbedingt zusammengestellt sind, werden wir schwer zu einem gleichen Gewichts-Schubverhältnis kommen. Da sind wir zu sehr an den vorgegebenen Komponenten gebunden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Aerodynamik einer Mavic auch eine Rolle mitspielt.

      Auf jeden Fall ist es interessant, wie dicht wir an so einem ähnlichen Ergebnis kommen. Nur die gleichen Laufzeiten halte ich für unwahrscheinlich. Wie siehst du das @ Onkel_Ho?
    • Prinzipiell bin ich da ganz bei dir. Dji ist halt ziemlich ausgecheckt wobei die Mavics 2 jetzt auch nicht mega lahm ist: knapp 70kmh top Speed. Aber wird sicher auf den Akku gehen - hab keine Mavic, daher weiß da nicht mehr.

      Aber eben weil die so ausgecheckt sind und ihre Teile auf Maximallaufzeit tunen, wundert es mich, dass sie eben auf Lipo und nicht Lion setzen und dann noch "nur" auf 4s. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die ordentlich durchgetestet haben und Lion wäre ja auch von der Sicherheit her ein Pluspunkt.

      Meine Vermutung ist: Es wird sich kaum was nehmen. Bzw. würde ich sogar soweit gehen und sagen dass Lipo langer hält im Bereich von leichten Koptern bis 5kg oder sowas.

      Der Punkt ist ja, dass halt Lions bei Dauerlast immer schneller nachgeben als Lipos. Mein Tipp neben den Geschichten mit den Props und sonstigem Leichtbau ist ja, dass die halt relativ Leistungsschwache Lipos nehmen, und dann die Motorleistung exakt so limieren dass die Packs immer im grünen Bereich belastet werden so dass die sich quasi optimal entladen.
      Wenn die z.b. n 4000er 30C 4s pack nehmen ist das im Grunde n Witz für uns mit den 120C Monstern.
      Aber 30C an 4000mah sind halt auch 120A. Wenn sie nun die Leistung auf maximal 60A bzw. (15A pro Motor) für alle Motoren begrenzen, würde der Akku wahrscheinlich ziemlich lang durchhalten.

      Ich hab hier auch noch 2packs 2200er 4s 30c Packs liegen. Vielleicht Check ich das auch Mal aus. Könnte die Mal parallel auf meinen 5 Zöller schnallen und gucken wie lange der damit durchkommt. Wäre dann ca. 820g schwer. Dann noch Output Limit knallhart auf 60 Prozent und Mal schauen... Ist halt echt n mega langweiliger Test ;)
    • Ein gutes Argument, wer hat schon wirklich mal eine C-Schwachen, leichten Accu für long range getestet?

      Bei der Dji Google habe ich das tatsächlich gemacht. Ich habe mir einen 3S, 4000 mAh und 10C starken Accu gekauft. Der Wiegt nicht viel und ist bequem in der Jackentasche zu tragen. Ich habe eine sehr lange Laufzeit. Manchmal lade ich erst nach dem dritten Flugtag nach.