Woher kommt die zirkulare Polarisation bei Antennen?

    • Woher kommt die zirkulare Polarisation bei Antennen?

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      Hey,

      die Frage hat jetzt keinen sonderlich praktischen Hintergrund, trotzdem würde es mich interessieren. Ich hab in der Uni mal gelernt, dass zirkulare Polarisation durch physisches Drehen der Antenne entsteht, auf Nachfrage konnte der Prof mir aber auch nicht so viel dazu sagen, nicht sein Fachgebiet.

      Wie läuft das bei unseren (FPV-)Antennen, ist das nur ein "falsche" Beschreibung oder steckt da doch was dahinter?
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      Das ist eine gute und berechtigte Frage. :thumbup:

      Bei einer feststehenden Antenne kann - nach meinem Kenntnisstand - nur ein linear polarisiertes Kraftfeld entstehen.
      LG
      Der Erny

      Die Menschheit träumt seit Anbeginn von Fliegen, Segeln, Reisen.
      Oft sieht der Mensch zum Himmel hin, lässt die Gedanken kreisen.
      Doch nur der Mensch der wirklich schlau - der fliegt selbst! Dank FPV! 8o
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      Ich bin so schlau wie der Professor, ist auch nicht mein Fachgebiet, aber:

      https://www.radartutorial.eu/06.antennas/Polarisation.de.html schrieb:

      Eine zirkulare Polarisation entsteht durch zwei um 90° phasenverschoben gespeiste und gleichzeitig um 90° versetzte linear polarisierte Antennen.
      Das passiert also durch die Bauform, z.B. Cloverleaf oder Skew Planar Wheel anstatt eines geraden Drahts. Was ich jetzt nicht ganz verstehe ist, welchen Einfluss die 3 bzw. 4 Blätter der beiden Bauformen für Auswirkungen haben.
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      Man muss die Antenne nicht physikalisch drehen, um ein CP Feld zu erzeugen. Die Aussage ist definitiv falsch. Man kann theoretisch ein CP Feld mit einer physikalisch drehenden Antenne erzeugen. Praktisch würde die aber bei 5.8GHz auseinanderfliegen.

      Stark vereinfacht kann man sich das so vorstellen: Ein CP Signal kann als Superposition zweier linear polarisierter Felder erzeugt werden. Und das machen wir so:
      - ein erster Dipol erzeugt ein LP (linear polarisiertes) Feld.
      - wir nehmen ein passendes Kabel und verzögern das Signal ein passend
      - dann nehmen wir einen zweiten Dipol mit etwas Abstand und drehen den um 90 Grad - dieser strahlt den zweiten Teil aus