Wieviel "Flexen" die einzelnen Props wirklich ?

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    • Wieviel "Flexen" die einzelnen Props wirklich ?

      Hallo zusammen,


      ich bin im Moment dabei meinen ersten selbst entwickelten Quad in die Luft zu schicken. Ich will dabei so kompakt wie möglich bleiben und bin daher oftmals sehr knapp und eng unterwegs.
      Beim ersten Prototyp (Hardware), hat sich gezeigt, dass die beiden hinteren Props verdächtig nahe an den Carbon POD kommen könnten sofern sie sich ca. 4 mm nach oben bewegen.

      Mir ist klar, dass CfK Props steifer sind ect. Diese möchte ich auch aus diesem Thread Ausschließen. Es geht mir vielmehr um die stinknormalen GF verstärkten Plastik teile alla DAL, HQ ect.

      Grundsätzlich denke ich, dass "wir" dazu neigen bestimmte dinge schlimmer zu sehen als sie eigentlich sind, Stichwort "amp draw auf dem Prüfstand vs. in der Luft.
      Eigentlich bin ich sogar der Meinung, dass die Props sich weniger als ein paar Zehntel nach oben bewegen, zumindest im freien Flug.

      Wenn ich den Quad halte und vollgas gebe denke ich wird das anders aussehen mit dem flexing, wenn er aber nur mit seinen 600g gegen in etwa 4+ kg Schub anstinkt ist der einzige Faktor ja die Trägheit am Anfang der Bewegung
      Die Fliehkraft ist bei den Umdrehungen immerhin auch nicht zu vernachlässigen, und diese wirkt einem Flexen nach oben ja auch entgegen.

      Vor einiger Zeit habe ich mal einen QAV250 auf 6" Umgebaut, da waren die Spitzen der 6045x3 von HQ wenige mm unter der Top Plate und es gab keine Berührungen
      Siehe Bild Prop vorne rechts.



      Das ist aktuell eine kleine Engstelle im Kolibri

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flori FPV ()

    • Aus eigener Erfahrung, Props können bis zu 10mm sich verbiegen, hängt ganz stark vom eigenen Flugstyle, und auch dem Hersteller ab...

      HQs machen das besonders gerne, wobei KK oder Schubkraft und auch DAL etwas weniger Zirkus veranstalten...

      zu kürzen benutze ich das hier, thingiverse.com/thing:1172657 funktioniert hervorragend...
      Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat oder ich Dir helfen konnte, würde ich mich über einen LIKE freuen...und es motiviert weiter zumachen...
    • Wie schon Pac festgestellt hat, verbiegen sich Props im Flug mehr als das wir denken. Stichwort Massenträgheit, Flexibilität usw. Hierbei kommt es aber auch auf den Hersteller an sowie die Zusammensetzung der Props. Wie du richtig erkannt hast, werden sich carbonverstärkte Props weniger verbiegen als Glasfaserverstärkte. Allerdings sind die Flugeigenschaften beider natürlich sehr unterschiedlich. Auch zwischen den Herstellern gibt es breite Unterschiede. Gemfan 5030er Props z.B , würde ich niemals verwenden weil diese beim schnellen Vorwärtsflug dazu tendieren, ihren Pitch auf nahezu Null zu verändern. Abgesehen davon dass diese gerne schon in der Luft brechen. Selber miterlebt. Gott sei DAnk hab ich sowas nie genutzt ;)

      Bei 4mm Luft zum Frame bei einer Horizontalbewegung wäre ich schon sehr vorsichtig. Deine Props werden 4mm Bewegung Oben/Unten problemlos machen können. Vor allem bei Powerloops usw. ist dies sehr schnell gegeben.

      Eventuell ist hier das Kürzen der Props wirklich die sicherste und beste Lösung. Oder aber gleich zu Props greifen, die von der Länge her besser passen wie vielleicht Bullnose-Props oder die neueren HQProps. Allerdings geht dies natürlich zu Lasten von Schub, Effizienz usw.

      Liebe Grüsse
      Chris
      Sollte dir mein Beitrag geholfen haben, freue ich mich natürlich jederzeit über ein "Gefällt mir!" :D
    • Bullit schrieb:

      Wie schon Pac festgestellt hat, verbiegen sich Props im Flug mehr als das wir denken. Stichwort Massenträgheit, Flexibilität usw. Hierbei kommt es aber auch auf den Hersteller an sowie die Zusammensetzung der Props. Wie du richtig erkannt hast, werden sich carbonverstärkte Props weniger verbiegen als Glasfaserverstärkte. Allerdings sind die Flugeigenschaften beider natürlich sehr unterschiedlich. Auch zwischen den Herstellern gibt es breite Unterschiede. Gemfan 5030er Props z.B , würde ich niemals verwenden weil diese beim schnellen Vorwärtsflug dazu tendieren, ihren Pitch auf nahezu Null zu verändern. Abgesehen davon dass diese gerne schon in der Luft brechen. Selber miterlebt. Gott sei DAnk hab ich sowas nie genutzt ;)

      Bei 4mm Luft zum Frame bei einer Horizontalbewegung wäre ich schon sehr vorsichtig. Deine Props werden 4mm Bewegung Oben/Unten problemlos machen können. Vor allem bei Powerloops usw. ist dies sehr schnell gegeben.

      Eventuell ist hier das Kürzen der Props wirklich die sicherste und beste Lösung. Oder aber gleich zu Props greifen, die von der Länge her besser passen wie vielleicht Bullnose-Props oder die neueren HQProps. Allerdings geht dies natürlich zu Lasten von Schub, Effizienz usw.

      Liebe Grüsse
      Chris
      Hi Chris,


      stichwort Massenträgheit musst du mir im Zusammenhang mit dem Flexen unter Last erklären.

      Ich gehe jede Wette ein, dass das Flexen komplett überschätzt wird. Man sehe sich da nur mal die Prüfstandsvideos an. Da ist mir Flex noch nie aufgefallen.
      Das ist in dem zusammenhang auch der Worst case, weil die Propellerblätter bzw. die Nabe nicht wie im Flug entsprechend "hinterher läuft".

      Wie gesagt die HQ6045x3 flexen an F60 2200kv keine 2 mm ! Hab ich so am eigenen Quad erlebt.
    • Die Propeller drehen mit einer Zentrifugalkraft und erzeugen durch Steigung etc. Schub - soweit so klar. Nehmen wir an du lässt deinen Kopter Überkopf oder einfach so vom Himmel runterfallen mit Idle-RPM. Willst den Fall bremsen und gehst voll aufs Gas. Die Motoren beschleunigen den Propeller hoch, dieser erzeugt Schub und will physikalisch gesehen die fallende Kraft aufheben (sofern die Prop/Motorkombi dies kann natürlich) und hebt den Fall dann auf und beschleunigt dich wieder. Dadurch entsteht unweigerlich Verbiegung in den Props. Der Fall erzeugt eine Kraft die von unten gegen die Props drückt, die Props erzeugen eine Kraft die gegen die "Fallkraft" wirken will und wird - früher oder später. Die Massenträgheit spielt auch noch eine Rolle wie ich ja angesprochen hatte.

      Dein Quad wiegt sagen wir mal 600 Gramm AUW, du lässt Ihn aus 100 Meter droppen. Erdanziehung = 9.82m/s im Quadrat die als Kraft wirkt, somit wird dein Kopter ja zwangsweise dem Boden zugeführt. Bis die maximale Fallgeschwindigkeit erreicht ist, wird diese ja logischerweise immer schneller bis besagter Fall eintrifft dass es schneller nicht mehr geht. Du wirkst mit dem Gas dagegen. Deine Propeller müssen sowohl gegen Erdanziehung, Fallgeschwindigkeit die bis dahin aufgebaut plus noch das Gewicht im allgemeinen des Kopter hingegen wirken. Somit entsteht automatisch eine Verbiegung der Props da 2 verschiedene Kräfte wirken und eine davon zu Beginn definitiv schwächer ist. Die Propeller müssen die Massenträgheit deines Quads ebenfalls ausbaden. Das ist Physik und diese lässt sich nicht manipulieren.

      Glaube mir - 2mm flexen deine Props problemlos. Es kommt natürlich auch auf den Hersteller an bzw. wie weich die Props allgemein sind, aber ich weiss ja nicht wie du fliegst. Aber 2mm sind für Glasfaserverstärkte Propeller ein Witz.

      Um es noch einfacher zu erklären und vor allem kürzer. Deine Propeller wollen nach oben drücken, die Kraft gegen unten ist aber in einigen Fällen höher (Extremmanöver usw.) somit wird der weichste Teil deines Quads nachgeben MÜSSEN. Der weichste Teil unserer lieben Dinger sind nun mal die Props. Oder biegen sich deine Arme für die Props durch? ^^ Falls dem so ist - kauf dir einen neuen Frame ;) Spass bei Seite. Glaube mir, von physikalischer Sicht und aus Erfahrung ist es absolute Logisch und erklärbar dass sich die Props verbiegen werden und es auch tun. Nur weil es 6 Zoll Propeller weniger tun als 5 Zoll-Propeller, heisst das noch lange nichts. Du kannst auch nicht jeden Reifen gleichstellen weil er rund ist und aus Gummi besteht.
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    • Bullit schrieb:

      Die Propeller drehen mit einer Zentrifugalkraft und erzeugen durch Steigung etc. Schub - soweit so klar. Nehmen wir an du lässt deinen Kopter Überkopf oder einfach so vom Himmel runterfallen mit Idle-RPM. Willst den Fall bremsen und gehst voll aufs Gas. Die Motoren beschleunigen den Propeller hoch, dieser erzeugt Schub und will physikalisch gesehen die fallende Kraft aufheben (sofern die Prop/Motorkombi dies kann natürlich) und hebt den Fall dann auf und beschleunigt dich wieder. Dadurch entsteht unweigerlich Verbiegung in den Props. Der Fall erzeugt eine Kraft die von unten gegen die Props drückt, die Props erzeugen eine Kraft die gegen die "Fallkraft" wirken will und wird - früher oder später. Die Massenträgheit spielt auch noch eine Rolle wie ich ja angesprochen hatte.



      Dein Quad wiegt sagen wir mal 600 Gramm AUW, du lässt Ihn aus 100 Meter droppen. Erdanziehung = 9.82m/s im Quadrat die als Kraft wirkt, somit wird dein Kopter ja zwangsweise dem Boden zugeführt. Bis die maximale Fallgeschwindigkeit erreicht ist, wird diese ja logischerweise immer schneller bis besagter Fall eintrifft dass es schneller nicht mehr geht. Du wirkst mit dem Gas dagegen. Deine Propeller müssen sowohl gegen Erdanziehung, Fallgeschwindigkeit die bis dahin aufgebaut plus noch das Gewicht im allgemeinen des Kopter hingegen wirken. Somit entsteht automatisch eine Verbiegung der Props da 2 verschiedene Kräfte wirken und eine davon zu Beginn definitiv schwächer ist. Die Propeller müssen die Massenträgheit deines Quads ebenfalls ausbaden. Das ist Physik und diese lässt sich nicht manipulieren.

      Glaube mir - 2mm flexen deine Props problemlos. Es kommt natürlich auch auf den Hersteller an bzw. wie weich die Props allgemein sind, aber ich weiss ja nicht wie du fliegst. Aber 2mm sind für Glasfaserverstärkte Propeller ein Witz.

      Um es noch einfacher zu erklären und vor allem kürzer. Deine Propeller wollen nach oben drücken, die Kraft gegen unten ist aber in einigen Fällen höher (Extremmanöver usw.) somit wird der weichste Teil deines Quads nachgeben MÜSSEN. Der weichste Teil unserer lieben Dinger sind nun mal die Props. Oder biegen sich deine Arme für die Props durch? ^^ Falls dem so ist - kauf dir einen neuen Frame ;) Spass bei Seite. Glaube mir, von physikalischer Sicht und aus Erfahrung ist es absolute Logisch und erklärbar dass sich die Props verbiegen werden und es auch tun. Nur weil es 6 Zoll Propeller weniger tun als 5 Zoll-Propeller, heisst das noch lange nichts. Du kannst auch nicht jeden Reifen gleichstellen weil er rund ist und aus Gummi besteht.

      Also, um es kurz zu machen. Die Physikalischen Grundsätze sind mir klar. Diese hab ich auch nie angezweifelt sondern ledeglich behauptet, dass der Effekt überschätzt wird.
      Auch habe ich geschrieben, dass ich Exoten Props, die in sachen Steifigkeit am oberen ober unteren Ende liegen in der Diskussion ausklammern will.

      Dass es eine resultierende kraft aus Horizontaler (Fliehkraft) und Vertikaler (Schub) gibt ist mir auch absolut bewusst. Es gilt den Nachweis für das Verhältnis beider Kräfte zu bringen. Das wäre nämlich die Antwort auf die Frage.

      Ich habe bisher Erfahrung aus der Praxis anhand des oben genannten Beispiels. Eventuell versuche ich dem ganzen mal näherungsweise Rechnerisch hinterher zu gehen. Skripte zu Strömungsmaschinen hab ich noch.

      Welche Fliehkraft wirkt auf ein Blatt bei 20.000 U/min ? (ein Blatt wiegt eben an einer Briefwage gemessen 1g)
      vs.
      Die vertikale Kraft, die ein Blatt an einem 5040x3 HQ erzeugt (RS2205 2300kv = 930g / 3 = 310g pro Blatt) + Biegemoment des Profils
    • Gut, dann reagiere ich mal kurz darauf zurück und kann dir nur sagen - ich bin kein Physiker. Es ging auch weniger um die Massenträgheit der Propeller, sondern um Massenträgheit allgemein. Aber auch die Propeller haben in dem Drehzahlbereich eine gewisse Massenträgheit wobei hier aber auch noch die Zentrifugalkraft etc. bla bla wirkt.

      Da ich weder Zeit noch Lust auf wissenschaftliche Tests habe, kann ich eigentlich nur sagen - Probier es aus. Wir fliegen Racer und keine GPS Gondler. Sollte ein Prop deinen Frame streifen, wirst du es sicherlich merken. Wenn du fliegen kannst, wirst du Ihn wahrscheinlich sogar landen können sofern nicht zu viel vom Prop absplittert. Dass sich Props im Flug aber teilweise jenach Hersteller und Typ sehr stark verbiegen, wirst du mir einfach glauben müssen. Ansonsten empfehle ich dir, eine Packung Gemfan 5030er zu kaufen und diese mal zu montieren und richtig stark über eine lange Wiese bolzen. Du merkst nur schon am Lärm wie brutalst sich diese Dinger verbiegen. Vom sich ebenfalls verändernden Pitch des Propellers gar nicht zu sprechen. WEnn du Glück hast überlebt der Prop den Flug bis zur Landung oder aber zerbricht dir vorher in der Luft weil`s einfach Rotzprops sind ;)

      Liebe Grüsse
      Chris
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    • Das mit dem explodieren würde mich weder hindern, noch verängstigen ^^ Im Gegenteil, desto krasser der Abgang, desto lustiger ;) Bin da ein wenig schmerzbefreit nachdem ich meine Eigenbauten, gekauften (nur weil Sie geil aussehen wie z.B der Vendetta) , endlose male die Nuri`s usw. in den Boden geknallt hab 8)
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    • Ich hatte die HQ5X4X3DPS Polycarbonate getestet. Im Schwebeflug vor mir war ein flex von ca 5mm und mehr zu sehen. Ähnlich die DAL T5040.
      Die HQ5X4.5BN flexen dazu im Gegensatz gar nicht.
      Dafür brechen die HQ's auch gerne mal bei Feindberührung durch Sprunggras oder Sprungbäume :D
      Momentan verwende ich DAL T5045 die flexen etwas weniger als die Polycarbonate / T5040er.
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