Tricks gegen Copter verlieren

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    • Tricks gegen Copter verlieren

      Die folgenden vier Tricks helfen euch, das Risiko zu vermindern, einen Copter zu verlieren.

      Dies kann besonders für Anfänger interessant sein, weil es die Angst nimmt. Ich habe fliegen gelernt auf großen, frisch gepflügten/geernteten Ackern. Mit der Brille auf der Nase hat man manchmal kein Gefühl für Geschwindigkeit oder Größe, wenn man endlos über gleichförmige Feldreihen düst. Da ist man schnell 100 Meter weiter weg wie man meint.

      Und wenn man die Brille abnimmt, sieht die Welt wieder etwas anders aus! Man weiß grob in welche Richtung man laufen muss, ist manchmal aber doch überrascht das man viel weiter woanders gelandet ist als man dachte.

      Auf solchem unebenen Boden verschwindet der Copter manchmal schnell aus der Sicht, obwohl man direkt daneben steht. Landet man versehtlich in hohem Gras oder einem Maisfeld, stell ich mir die Suche ohne irgendwelche Hilfsmittel äussert schmerzhaft vor.

      Daher die folgenden vier Tricks:

      1.: Orten per RSSI


      Mit deiner Fernsteuerung kannst du den Copter orten!

      Der Trick ist, die Antenne waagerecht in Richtung Horizont auszurichten, und dabei den RSSI Wert zu betrachten. Das ist die Signalstärke zwischen Sender und Empfänger. Diese Info wird vom Receiver im Copter zurück an die Fernsteuerung übertragen und da angezeigt. Mit der Antenne nach vorne gerichtet scannt ihr nun den Horizont ab, von links nach rechts.In der Richtung wo der Copter liegt, ist das empfangene RSSI Signal am schwächsten. Weil ihr mit der Spitze der Antenne Richtung Copter zeigt, und die Antenne in diese Richtung kaum abstrahlt. Bewegt ihr die Antenne weg von der Richtung des Copters, dann wird die Seite der Antennenstabes für den Copter immer sichtbarer, und damit der RSSI-Wert auf dem Display höher. So pendelt ihr mit der Funke umher, bis ihr sicher seid die richtige Richtung gefunden zu haben. Typische Werte liegen im Bereich um 45dB. In diese Richtung wandert ihr ein Stück. Dann wiederholt ihr den ganzen Vorgang, bis ihr den Copter gefunden habt!

      Wie das funktioniert: An den meisten 2.4GHz Receivern ist eine stabförmige Antenne wie an
      wlan-Routern angebracht. Diese Antennen sind linear polarisiert. Das
      bedeutet das man mit diesen Antennen den besten Empfang hat, wenn sich
      die Flächen der Stäbe der Sende- und Empfangsantenne überlappen, sprich
      man beide Antennen im gleichen Winkel horizontal ausrichtet. Also Quasi
      wenn die beiden Antennen wie folgt stehen:

      I I (Fläche der Überschneidung = I )

      Den schlechtmöglichsten Empfang hat man bei geringstmöglicher Überschneidung, also wenn die beiden Antennen so zueinander stehen würden:

      I _ ( Fläche Überschneidung = . )

      Das wisst ihr warscheinlich schon, zumindest das die Antenne an der Funke senkrecht stehen soll.


      2.: Beeper/Buzzer

      Das ist eine kleine Kapsel die Lärm erzeugen kann, ein Mini Lautsprecher. Haben ungefähr die Größe wie ein Kondensator und können meistens direkt auf den Flight Controller gelötet werden. Das sind eigentlich immer sog. Piezokristalle, seltene Erden, verändern ihr Volumen unter Spannung. Ehrlich gesagt hatte ich mit allen Buzzern die ich ausprobiert habe das gleiche Problem: Flüsterlautstärke. Ich denke es liegt daran das mein Naze nicht die versprochenen 5V bereit stellt oder der Impuls zu kurz ist. Das heißt nicht das diese simple, einfache, saubere, kleine, leichte Lösung bei dir nicht funktioniert, aber ich rate vorher weitere Infos einzuholen wenn du dir einen Buzzer anschaffen willst.

      Ich für mich persönlich habe da was anderes entdeckt: Modellfinder mit Backup Batterie Link führt in ein anderes Forum zu einer DIY Anleitung. Der Autor dort verkauft die Finder auch. Das ist ein Buzzer der Auslöst wenn A: ein Schalter bedient wird B: der Funkkontakt abbricht C: die Stromversorgung ausfällt (Akku leer, Kabel durchtrennt ect.) Wird gebaut aus nem Servo und nem Fensteralarm.

      Wie baut man das:
      Der Bau ist ziemlich einfach, wenn man die Schaltung durchschaut hat. Man sucht sich einen Schalter auf der Funke aus, legt sich den auf einen freien Kanal und stellt sicher das der zu einem Servoausgang auf dem FC geleitet wird. beispielsweise mit Naze32 und Cleanflight muss man dafür die folgenden zwei Schritte machen:

      - Feature servo_tilt aktivieren (achtung die motoren rutschen von pins 1-4 auf 3-6 und pins 1 und 2 werden die Servo pins.
      - Einen der beiden Servopins für seinen Buzzer wählen und dann im Servo-Tab in der Reihe des gewählen Pins einen Haken setzen in der Spalte mit dem gewählten Aux-Kanal (Die werden Abgekürzt. z.b. A3 ist Aux3)

      Dann muss man etwas löten. Man braucht die Elektronik aus einem Servo. z.b. die aus billig Conrad Servos, haben Fingernagelgröße. Mit dem Poti (kann man auch durch feste widerstände ersetzen) stellt man den Servo so ein, das er keine Spannung mehr ausgibt, wenn sein Kanal in der Failsafestellung liegt. Früher war das glaub ich fest 1500, in cleanflight ab 1.12 kann man im GUI einstellen wohin die Servos bei Funkausfall springen sollen. Das macht man am einfachsten indem man den Motor am Servo lässt, und das Poti dreht/Widerstände probiert, bis der Motor nicht mehr dreht.
      Wir haben also folgende Situation: Wenn Strom auf dem Copter ist, und kein Failsafe an ist (also die Funkverbindung steht) und der Schalter nicht auf 1500 steht, dann ist Strom auf dem Servo-Ausgang. Fällt Strom oder Funk aus, oder wird der Schalter auf 1500 gesetzt, dann steht der Servo still.

      Als zweites braucht man einen Fensteralarm, der auslöst wenn der Magnet (am Fenster) vom Magnetsensor (im Fensteralarm am Fensterrahmen) wegbewegt wird, z.b. von Elko. gibts in manchen Baumärkten im 3er Pack für nen fünfer.
      Das Gerät arbeitet so: Wird ein kleiner Ein/Aus Schalter umgelegt, wird Spannung aus drei Knopfzellen in Lärm verwandelt, es sei denn der Magnet ist in der Nähe des Sensors. Den Magnet werfen wir weg, den Magnetsensor löten wir raus. an seine Stelle löten wir einen Optokoppler:

      Ein Optokoppler funktioniert wie ein Relais: du hast einen Stromkreis, den kannst du ein und ausschalten. Dieses An oder Aus willst du benutzen als "Steuersignal" für einen anderen Stromkreis, sprich: "Ich mache hier etwas an, und da soll dann auch etwas angehen" Ein simpler Optokoppler hat zwei Schaltkreise: Der eine ist eine LED, die geht an, wenn die Spannung bekommt. Der andere ist eine lichtsensitive Zelle: Die lässt Strom druch wenn sie beleuchtet wird.

      Wir steuern also mit dem Servo den Fensteralarm. Solange Strom durch den Servo fließt, ist das für den Alarm so als wäre der ein Magnet am Sensor und der Alarm ist scharf, aber still. Geht die Spannung verloren, (so wie wir es absichtlich provozieren) ist das so wie wenn der Magnet vom Sensor entfernt werden würde, der Alarm schrillt also los

      Habe einfach mal ein Bild von meinem Buzzer angehängt.

      3.: LEDS´s


      LEDs überall! Es müssen nicht viele sein. Aber auf jeder Seite, in jede Richtung eine. Das erleichtert optisch das Wiederfinden ungemein.

      4.: DVR

      Du kannst einen Digitalen Videorecorder benutzen, um deine Flüge aufzuzeichnen. Manche Videobrillen haben sowas auch eingebaut. Dann kannst du nach dem Absturz auf der Aufnahme nachsehen wo genau du gelandet bist.


      Weiteres:

      Ich rate davon ab sich auf GPS zu verlassen. Habe iCh zwar noch nie verwendet, aber ich weiß das es bis zu 15 Minuten dauern kann bis ein GPS Modul alle Daten von den Sateliten erhalten hat, und nur funktioniert, wenn die GPS Antenne freie Sicht auf den Himmel hat und nicht wenn der Copter auf dem Dach liegt oder im Wald landet.





      EIDIT durch Bane
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      (um den OT etwas zu reduzieren )


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      • buzzer.jpg

        519,63 kB, 1.632×1.224, 196 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Bane ()

    • Was sich auch ganz gut macht:

      Wir haben gestern einen Kopter, den wir schon sicher verloren glaubten, in über einem km Abstand zum Abflugplatz in einem Waldstück wiedergefunden. Nachdem wir uns ca. auf 200m quasi blind genähert hatten war als erstes über die Brille ein verrauschtes Videosignal zu erkennen. Blöd ist, dass die Spironet-Antennen ja quasi aus allen Richtungen gleich gut empfangen, aber mit der Hand lassen sie sich zu einer Seite etwas abschirmen und man kann so in etwa die Richtung peilen in der der Kopter liegt. Nächstes Mal nehmen wir auf jeden Fall die Patch-Antenne mit, um die Richtung noch besser ausmachen zu können. Aber Fazit: Das Video-Signal war in dem Fall die Rettung. Bislang war auch es auch bei mehreren Außenlandungen hilfreich den Akku im Kopter verbaut zu haben, da er so bisher noch nicht abgerissen ist.
    • Absolut OT, ich weiß, aber mir tun jedesmal die Augen weh auch wenn ich selber nicht der Rechtschreibcrack bin. Trotzdem...Ich lese es immer wieder, auch in offiziellen Beschreibungen. ;(

      "FPV NRW" schrieb:

      ... Pins ein Häckchen setzen.

      Haken hat nichts mit Hacken zu tun. Hacken und Häckchen nehme ich zur Gartenarbeit! ;)


      Und nun schdeinigt mir! :D
      Irgendwie fange ich auch jeden Scheiß an! :S

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Trilobit ()

    • Bei den Flächen haben wir es anfangs ,als hin und wieder einer im Mais- oder Rapsfeld verloren ging :whistling: immer so gemacht dass wir mit der Funke los sind und immer einen Knüppel (z.B. Höhenruder) bewegt haben !
      Durch die Servogeräusche haben wir dann den Vermissten meist relativ schnell gefunden .
      Funktioniert natürluch nur ,wenn Servos verbaut sind und der Akku nicht abgesteckt :whistling: .
      Bei neinem Copter hab ich ,als sich das Ding einfach nicht finden lassen wollte ,einfach mal kurz Gas gegeben ... .
      Kann zwar nen Prop kosten ,aber immernoch besser als seinen Copter nicht wiederzufinden 8) !?
      Fürs Nachmachen : UNBEDINGT NUR KURZE GASSCHÜBE !!!!Sonst kann es durch einen bspw blockierenden Prop zu so hohen Strömen kommen dass ein Regler abraucht !!!!

      Gruß Chris
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