EU beschliesst einheitliche Regeln für Drohnen

    • Da wird auch gleich eine Frage beantwortet, die wir hier schon diskutiert haben. Nämlich: Wie wird MTOM definiert?
      DEFINITION OF ‘MAXIMUM TAKE-OFF MASS (MTOM)’
      This MTOM is the maximum mass defined by the manufacturer or the builder, in the case of privatelybuilt UAS, which ensures the controllability and mechanical resistance of the UA when flying withinthe operational limits.The MTOM should include all the elements on board the UA:
      (a) all the structural elements of the UA;
      (b) the motors;
      (c) the propellers, if installed;
      (d) all the electronic equipment and antennas;
      (e) the batteries and the maximum capacity of fuel, oil and all fluids; and
      (f) the heaviest payload allowed by the manufacturer, including sensors and their ancillaryequipment.
      Das läuft dann, wie vermutet, für privat gebauten Kram auf MTOM = AUW hinaus.



      "Easy Access" heißt ja nicht simpel formuliert, sondern tatsächlich nur leichter zugänglich. Das sind die gleichen Texte wie bisher, aber in einem einzigen, mit Bookmarks versehenen Dokument zusammengefasst.

      Alles für uns Wichtige mal kurz zusammengefasst:

      Eigenbau <250g und <19m/s: Auflagen A1.
      • Maximale Flughöhe: 120m.
      • Flug über einzelnen Personen erlaubt, soll aber wann immer möglich vermieden werden.
      • Kein Onlinetraining/Kenntnisnachweis nötig.
      • Registrierung des Piloten gefordert falls Kamera/Mikrofon, o.ä. am Flugmodell vorhanden. Ausnahme: Das Modell erfüllt die "Spielzeugrichtlinie" 2009/48/EC.


      Eigenbau >250g, <25kg, >19m/s: Auflagen A3.
      • Maximale Flughöhe: 120m.
      • 150 Meter horizontaler Abstand zu Wohngebieten, Industriegebieten, Gewerbegebieten und Erholungsgebieten.
      • Mindestabstand zu nicht involvierten Personen: 30 Meter oder die Flughöhe (falls Flughöhe >30m) oder die Distanz, die das UAS bei Vollgas in 2 Sekunden zurücklegt (falls >30m). Heißt mit einem Racer, der 150km/h schafft, sind rund 80m Abstand zu allen nicht involvierten Personen einzuhalten.
      • Onlinetraining/Kenntnisnachweis nötig.
      • Registrierung des Piloten in jedem Fall gefordert.


      Außerdem: FPV nur mit Spotter. Egal wie klein/leicht/langsam der Copter ist.
      Versicherung ist nötig, falls vom jeweiligen Mitgliedsstaat gefordert. Da wird sich also bei uns wohl (sinnvollerweise) nichts ändern.

      Bei der Registrierung als Pilot landet man wie erwartet in einer Datenbank, bekommt eine ID und muss die dann wie die bisherigen Adressschilder am Copter anbringen.
      Beim Onlinetest bekommt man am Ende ein Zertifikat (kann elektronisch ausgestellt werden) mit einem QR-Code, der gescannt werden kann um die Authentizität des Kenntnisnachweises zu überprüfen. Falls jemanden interessiert, was im Rahmen des Kenntnisnachweises geprüft werden soll: Seite 145-147.

      Übrigens: Eigenbau/"privately built" ist definiert als: "a UAS assembled or manufactured for the builder’s own use, not including UAS assembled from sets of parts placed on the market as a single ready-to-assemble kit". Auf Basis dessen ist anzunehmen, dass man ein PNP-Modell als Eigenbau definieren kann, weil nicht sämtliche Teile als Bestandteil des Kits mitgeliefert werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von deadcat ()

    • Ja, ok - aber keine Übergangsphase für self-built, wie Deadcat uns herausgesucht hat. Es ist aktuell nicht so ungewöhnlich, dass unsere Politiker Verordnungen & Gesetze erlassen und deren konkrete Implementierung bis zum Stichtag noch nicht geklärt ist.

      Und: Darf man eigentlich den Kopter eines Kumpels fiegen? - UAS braucht Sticker mit Nummer des registrierten Piloten. --> ???
    • Das Ganze hier ist eine EU-Verordnung, keine Richtlinie. Der ganze "erstmal warten, wie das in nationales Recht umgesetzt wird"-Part fällt damit weitestgehend weg.

      Wenn die technische Umsetzung nicht zeitnah steht, dann passiert wahrscheinlich genau das, was auch regelmäßig passiert, wenn bspw. Richtlinien nicht rechtzeitig umgesetzt werden: Es wird ein "Ermittlungsverfahren" eingeleitet und irgendwann müssen dann Geldstrafen an die EU gezahlt werden.
      Kommt tatsächlich relativ regelmäßig vor. Hier mal ein paar Zahlen zu der Thematik: ec.europa.eu/info/sites/info/f…u28-factsheet-2018_en.pdf
    • Bislang gibt's dazu Folgendes:
      DISPLAY OF REGISTRATION INFORMATION

      (a) If the UAS operator owns the UAS, it should display on the UA the registration number received at the end of the registration process in a way that this information is readable at least when the UA is on the ground without the need for any devices other than eyeglasses or corrective lenses.

      (b) A QR code (quick response code) may be used.

      (c) If the size of the UA does not allow the mark to be displayed in a visible way on the fuselage, orthe UA represents a real aircraft where affixing the marking on the UA would spoil the realism of the representation, a marking inside the battery compartment is acceptable if the compartment is accessible.

      (d) If a UAS operator uses a UAS owned by a third party, the UAS operator that operates the UAS should:
      (1) register itself;
      (2) display its registration number on the UA; and
      (3) upload the registration number into the e-identification system, if the UA is equipped with one.
      Aber: "The document will be updated regularly to incorporate further changes and evolutions to the implementing rules (IR), delegated rules (DR), AMC and GM.". Würde mich nicht wundern, wenn das noch um eine Klausel mit Feuerfestigkeit ergänzt wird, wie es in DE bisher schon der Fall war.