EU beschliesst einheitliche Regeln für Drohnen

    • Die einen denken, das sie in die offene Kategorie fallen werden, die anderen in die spezifische.

      Eigentlich müsste es hier mehr Diskussion darüber geben, da es für manche Gruppen und Vereine ums Überleben gehen kann.
      Man denke nur an die behördlichen Auflagen.

      Ich bin kein Jurist, aber sehe da schon gravierende Unterschiede für die Community.
    • Gummiente schrieb:

      Die einen denken, das sie in die offene Kategorie fallen werden, die anderen in die spezifische.

      Ich bin kein Jurist, aber sehe da schon gravierende Unterschiede für die Community
      Bitte begründe das doch mal. Oder hau das nicht einfach so raus, wenn dus nicht weißt.

      MMn ist das falsch.

      Art.20

      Art. 20 schrieb:

      UAS-Arten im Sinne des Beschlusses Nr. 768/2008/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (9), die der Delegierten Verordnung (EU) 2019/945 nicht genügen und die nicht privat hergestellt sind, dürfen unter den folgenden Bedingungen weiter betrieben werden, sofern sie vor dem 1. Juli 2022 in Verkehr gebracht wurden:
      a)in Unterkategorie A1 nach Teil A des Anhangs, sofern das unbemannte Luftfahrzeug, einschließlich Nutzlast, eine höchstzulässige Startmasse von weniger als 250 g hat;

      b)in Unterkategorie A3 nach Teil A des Anhangs, sofern das unbemannte Luftfahrzeug, einschließlich Nutzlast, eine höchstzulässige Startmasse von weniger als 25 kg hat.




      Art.4

      Art. 4 schrieb:

      Die UAS-Betriebskategorie „offen“
      (1) Die Betriebskategorie eines UAS gilt nur dann als „offen“, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
      a)Das UAS fällt unter eine der in der Delegierten Verordnung (EU) 2019/945 genannten Klassen, ist privat hergestellt oder erfüllt die in Artikel 20 genannten Bedingungen;

      b)Das unbemannte Luftfahrzeug hat eine höchstzulässige Startmasse von weniger als 25 kg.

      c)Der Fernpilot sorgt dafür, dass das unbemannte Luftfahrzeug in einer sicheren Entfernung von Menschen gehalten und nicht über Menschenansammlungen geflogen wird.

      d)Der Fernpilot hält das unbemannte Luftfahrzeug zu jedem Zeitpunkt in VLOS-Betrieb, es sei denn, es fliegt im Follow-me-Modus oder es wird ein Beobachter nach Teil A des Anhangs hinzugezogen.

      e)Während des Flugs wird das unbemannte Luftfahrzeug entsprechend Teil A des Anhangs in einem Abstand von 120 m vom nächstgelegenen Punkt auf der Erdoberfläche gehalten, sofern es nicht ein Hindernis überfliegt.

      f)Während des Flugs führt das unbemannte Luftfahrzeug keine gefährlichen Güter mit oder wirft Material ab.

      (2) Der UAS-Betrieb in der „offenen“ Kategorie ist nach den Anforderungen in Teil A des Anhangs in drei Unterkategorien eingeteilt.


      Ich versteh gar nicht, was du hier willst. Zum einen willst du die Leute beruhigen, zum anderen haust du dann auch unbegründet sowas raus, mit dem Hinweis auf Community, Kosten und Bürokratie.
      Und deine einzige Teilnahme hier im Forum ist dieser Thread.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von der_ray ()

    • @Gummiente
      Wer sind denn "die einen", die das denken?
      Die Spekulationen darüber, was genau "Open" und was "Specific" ist stammen noch aus der Zeit, als nur diese Übersichtstabelle im Umlauf war und es ansonsten noch keine wirklich konkreten Infos gab.

      Mittlerweile ist die Sache eigentlich ziemlich eindeutig.
      FPV-Fliegen wird nämlich im Rahmen der GM1 UAS.OPEN.060(4) geregelt:
      Responsibilities of the remote pilot
      ROLE OF THE UA OBSERVER AND FIRST PERSON VIEW

      The remote pilot may be assisted by a UA observer helping them to keep the UA away from obstacles. The UA observer must be situated alongside the remote pilot in order to provide warnings to the remote pilot by supporting them in maintaining the required separation between the UA and any obstacle, including other air traffic. UA observers may also be used when the remote pilot conducts UAS operations in first-person view (FPV), which is a method used to control the UA with the aid of a visual system connected to the camera of the UA. In any case, including during FPV operations, the remote pilot is still responsible for the safety of the flight. As the UA observer is situated alongside the remote pilot and they must not use aided vision (e.g. binoculars), their purpose is not to extend the range of the UA beyond the VLOS distance from the remote pilot. Exceptions are emergency situations, for instance, if the pilot must perform an emergency landing far from the pilot’s position, and binoculars can assist the pilot in safely performing such a landing.

      Die Specific-Kategorie dient in erster Linie dazu, die Durchführung von Flügen zu vereinfachen, die bislang eine aufwendigere Einzelgenehmigung brauchen. Das ist für gewerbliche Nutzer gedacht; für Hobbyisten ist das nicht relevant.


      Edit: Wer das alles nochmal nachlesen will, findet den Kram entweder als Betsandteil der "easy access rules", die hier schon gepostet wurden oder eben im "Original" hier: easa.europa.eu/document-librar…ions/ed-decision-2019021r (der von mir zitierte Teil findet sich in Anhang II "AMC and GM to Part-UAS").

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von deadcat ()

    • @deadcat @Gummiente Die Kategorie „SPEZIELL“ deckt auch Standardszenarien ab, unter denen mit ziemlicher Sicherheit die Modelflugvereine agieren werden. Aber für einzelne Piloten ist die Kategorie in 99,9% der Fälle irrelevant.
      Die Standardszenarien werden allerdings erst noch definiert. So weit ich weiß sind die nämlich Landesspezifisch.

      EDIT: Da habe ich Blödsinn geschrieben. Für Vereine gibt es doch einen eigenen Artikel :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von silbaer ()

    • Danke deadcat und silbaer ...
      genau darum geht es.

      Wenn wir in unserem Modellflugverein FPV-Racing integrieren möchten.

      Zitat deadcat:
      Mittlerweile ist die Sache eigentlich ziemlich eindeutig.
      FPV-Fliegen wird nämlich im Rahmen der GM1 UAS.OPEN.060(4) geregelt:

      Zitat silbaer:
      Die Kategorie „SPEZIELL“ deckt auch Standardszenarien ab, unter denen mit ziemlicher Sicherheit die Modelflugvereine agieren werden.

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      Das sind die beiden verschiedenen Meinungen. Ich weiß auch nicht wo wir dann eingeordnet werden.
      Die Mehrheit im Modellflugverein sagt "in die offene Kategorie".
      Wenn wir ohnehin ein Gelände mit Austiegserlaubnis haben, der Verein und alle Vereinsmitglieder dem DMFV angehören, dann müssen wir doch nicht spezielle Szenarien aus der "Specified Category" abdecken?

      Oder? Wie seht ihr das?
    • Prima Danke .... das war es wonach ich gesucht habe.
      Was noch übrigbleibt ist die sogenannte "Aufstiegserlaubnis" für unser Fluggelände. Die scheint wie bisher zu gelten und taucht deshalb weder in der Durchführungsverordnung noch sonstwo auf.


      -------------------

      Artikel 16
      UAS-Betrieb im Rahmen von Flugmodell-Vereinen und -Vereinigungen
      (1) Auf Antrag eines Flugmodell-Vereins oder einer Flugmodell-Vereinigung kann die zuständige Behörde eine Genehmigung für den UAS-Betrieb im Rahmen des Flugmodell-Vereins oder der Flugmodell-Vereinigung erteilen.
      (2) Die in Absatz 1 genannte Genehmigung kann auf der Grundlage einer der folgenden Voraussetzungen erteilt werden:
      a)
      einschlägige nationale Vorschriften;


      ii)
      Fernpiloten, die im Rahmen von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen UAS betreiben, dabei unterstützt werden, die Mindestkompetenz für den sicheren UAS-Betrieb im Einklang mit den in der Genehmigung festgelegten Bedingungen und Beschränkungen zu erlangen;

      iii)
      der Flugmodell-Verein oder die Flugmodell-Vereinigung angemessene Maßnahmen ergreift, wenn er/sie Kenntnis davon erhält, dass ein Fernpilot, der UAS im Rahmen von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen betreibt, den in der Genehmigung genannten Bedingungen und Beschränkungen nicht genügt, und die zuständige Behörde entsprechend informiert;

      iv)
      der Flugmodell-Verein oder die Flugmodell-Vereinigung der zuständigen Behörde auf Verlangen die für Aufsichts- und Monitoringzwecke notwendigen Unterlagen vorlegt.

      [/td]
      [/tr]
      [/table]
      (3) Die in Absatz 1 genannte Genehmigung enthält Angaben, unter welchen Bedingungen der UAS-Betrieb im Rahmen von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen durchgeführt werden darf, und ist auf das Hoheitsgebiet des Mitgliedstaats beschränkt, in dem sie ausgestellt wurde.
      (4) Die Mitgliedstaaten können es Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen ermöglichen, ihre Mitglieder in die Registrierungssysteme einzutragen, die nach Artikel 14 in ihrem Namen festgelegt wurden. Ist dies nicht der Fall, registrieren sich die Mitglieder von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen selbst nach Artikel 14.
    • Auf den Seiten des DAeC und des DMFV wird in dem Zusammenhang auf ein Dokument „Standardisierten Regeln für Flugmodelle (StRfF)" verwiesen. Angeblich soll sich mit diesem Dokument für Modellflieger (also auch Kopterpiloten die Mitglied in einem Modellflugverband sind), außer der Registrierung, nix ändern.

      Ich konnte das Dokument aber leider nirgends finden.

      Hat das jemand von euch vorliegen?

      Was steht denn da drin?
    • @razupaltuff Ich zitiere mal:

      Deutscher Aero Club schrieb:

      Diese StRfF sollen als Fundament für einen Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis nach Artikel 16 Abs. 2b der EU-Durchführungsverordnung 2019/947 und einer Beauftragung für Gelände und Ausbildung des DAeC dienen.
      Der erwähne Artikel der EU-Verordnung regelt "UAS-Betrieb im Rahmen von Flugmodell-Vereinen und -Vereinigungen".

      Daher meine Aussage oben.
    • Ich hatte geschrieben "Auf den Seiten des DAeC und des DMFV wird in dem Zusammenhang auf ein Dokument „Standardisierten Regeln für Flugmodelle (StRfF)" verwiesen. "
      Das ist aber falsch. Die StRfF werden nur vom DAeC eingereicht. Der DMFV versucht einen anderen Weg. Er möchte §eine Genehmigung auf Basis bestehender Regeln" erteilt bekommen. Mir ist noch nicht ganz klar, wie das funktionieren soll, da es keine spezifischen Regeln für Modellflug gibt. Ich vermute mal, dass die Genehmigung auf Basis der jetzigen Drohnenverordnung erstellt werden soll. Das wäre für uns ein Segen => Spotterfreier Flug unter 250g.

      Ich hab auch mit meinem Verband MFSD (DAec) einen Schriftwechsel gehabt. Ein Anwalt des MFSD hat mir geschrieben, dass sich mit den StRfF auch für Wildflieger wie mich nichts zu den derzeitigen Regeln ändern soll (Sein Wort in Gottes Ohr, ich glaub kaum, dass die an den Spotterfreien Flug unter 250g gedacht haben). Er könne aber das Regelwerk erst an Mitglieder geben, wenn es genehmigt ist.

      So wie es aussieht, werden für DAeC und DMSV Mitglieder verschiedene Regeln gelten. So wie es die beiden Verbände sehen gelten diese Regeln dann für alle Piloten, die Mitglied im jeweiligen Verband sind, egal ob Wildflug oder Modellflugplatz. Das wird man noch sehen, ob das Klappt, da ein Anwalt im Kopterforum schreibt, der sich genau damit in Österreich befasst, dass genau das nicht geht.

      Falls es doch klappen soll und nur der DMSV den spotterfreien Flug unter 250g ermöglicht, wäre das für mich ein Grund den Verband zu wechseln.
    • Ah, jetzt verstehe ich worauf du raus willst: Für Verbands/Vereinsmitglieder gelten auch beim Wildfliegen andere Regeln als für Nichtmitglieder. Also das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen. Aber wenn doch und z.B. die Spotterpflicht entfällt bei Sub-250 trete ich auch sofort ein.

      SignalSpirit schrieb:

      Ich hab auch mit meinem Verband MFSD (DAec) einen Schriftwechsel gehabt. [..] Er könne aber das Regelwerk erst an Mitglieder geben, wenn es genehmigt ist.
      Wenn du das in die Finger bekommst, dann immer her damit. Das interessiert mich.
    • SignalSpirit schrieb:

      So wie es aussieht, werden für DAeC und DMSV Mitglieder verschiedene Regeln gelten. So wie es die beiden Verbände sehen gelten diese Regeln dann für alle Piloten, die Mitglied im jeweiligen Verband sind, egal ob Wildflug oder Modellflugplatz.
      Das wäre ja der absolute Oberhammer! Ganz nach dem Motto " Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, aber manche sind etwas gleicher". Dass für Modellflugplätze oder Anlässe (Airshows, Wettkämpfe) spezielle Regeln ausgehandelt werden, kann ich ja durchaus nachvollziehen. Aber wieso sollten beim Wildflug für Vereinsmitglieder andere Regeln gelten als für den Normalbürger?! Nach dieser Logik könnte man für Mitglieder von Motorsportvereinen ja auch gleich eigene, deutlich höhere Geschwindigkeitslimiten im Strassenverkehr einführen... :D
    • silbaer schrieb:



      Wenn du das in die Finger bekommst, dann immer her damit. Das interessiert mich.
      Ungerne, da ich hier keine persönlichen Mails veröffentlichen will.

      FlyMac schrieb:

      Das wäre ja der absolute Oberhammer! Ganz nach dem Motto " Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, aber manche sind etwas gleicher". Dass für Modellflugplätze oder Anlässe (Airshows, Wettkämpfe) spezielle Regeln ausgehandelt werden, kann ich ja durchaus nachvollziehen.
      So der Plan der Verbände:

      Hier mal ein Link vom DMFV:
      intern.dmfv.aero/files/08_2019_DMFV-Pr%C3%A4sidiumsinfo.pdf
      dmfv.aero/der-verband/spezialt…internationales/eu-recht/

      Im 2. Link steh:

      DMFV schrieb:

      Mit der Option 2a ändert sich am bisherigen Status Quo nichts. Das gilt für im Verein organisierte Modellflieger ebenso wie für Modellflieger außerhalb von Modellfluggeländen. Lediglich für nicht in einem Verband organisierte Modellflieger gelten die strengeren EU-Regeln.

      mfsd.de/eu-recht-fuer-modellfl…freulicher-zwischenstand/

      Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so durch geht. Das würde die EU Verordnung ad absurdum führen. Aber die Verbände stellen sich das tatsächlich so vor. Momentan können wir also nur abwarten und das Schauspiel (Trauerspiel) genießen.
    • Ich weiß nicht was man sich so beim MFSD so denkt, aber

      DMFV schrieb:

      Modellflug außerhalb der Sichtweite ist kein Modellflug, sondern der Betrieb eines UAS (Unmanned Aircraft System). In Deutschland wird es weiter die Unterscheidung zwischen Flugmodellen und UAS geben [...]
      Für die EU-Verordnung gibt es da keinen Unterschied. Und meines Wissens auch nicht bei der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland. Wohl gibt es einen Unterschied beim Betrieb auf einem Modellfluggelände, aber außerhalb davon ist alles was unbemannt und ferngesteuert ist gleich. Wenn ich mich irre möge man mir die entsprechenden Vorschriften zukommen lassen. Daher halte ich es auch für ausgeschlossen, dass es für Verbandsmitglieder andere Regeln beim Wildfliegen gibt wie für Nicht-Mitglieder.