EU beschliesst einheitliche Regeln für Drohnen

    • Bei einem Freestyle-Flug muss ja auch erstmal sicher nachgewiesen werden, dass das kein LOS war.
      Das ist ja zu 90% nicht möglich, da keiner weiß an welcher Stelle der Spotter stand.
      Im Zweifelsfall war der fünf Meter weiter links und konnte natürlich noch hinter den Baum gucken ;)

      In der Flugverbotszone um den Reichstag zu fliegen, ist ja allein auf Grund der Dummheit schon 2000€ wert :D
    • @Matt_FPV, ich fotografiere nicht erst seit gestern und muss auch nicht alles fotografieren, wenn ich merke, dass sich jemand daran stört, dann frage ich höflich nach und lösche auch bei Bedarf Fotos bzw. schneide sie aus den negativen raus.

      was ich oben geschrieben ist natürlich überspitzt, aber soll einfach mal deutlich machen, dass man vieles tun kann, aber nicht muss
      Grüße
      Laki
    • Um einmal den "den" Spotter zu kommen. Ist theoretisch gesetzeskonform, wenn mehrere Spotter auf einem geplanten Weitflug eingesetzt werden, die beispielsweise dem Piloten über Funk Informationen über die Position und Lage des Fluggerätes geben können oder ist der Spotter gezwungen beim Piloten zu stehen oder sogar vielleicht mit einem Schüler Lehrersystem an dem Piloten gekoppelt zu sein?
    • @Laki Geht ja nicht nur um Personen. Es versteht sich von selbst, dass man keine Personen wissentlich gefährden oder stören sollte.
      Aber z.B. ein Foto mit Eiffelturm im Hintergrund bei Nacht --> Post auf Instagram --> Kommerzielle Nutzung --> Urheberrechtsverletzung
      Aber das ist jetzt OT.

      @MR8 Der Spotter muss soweit ich weiß ohne Hilfsmittel mit dem Piloten kommunizieren können, also kein Funk, kein Handy...
    • Mal ernsthaft, muss man hier jeden Nachbarschaftsstreit posten?
      Wie schon angemerkt ist der bestimmt bei sich um die Ecke geflogen, Nachbar mag Ihn nicht und er hat den Beweis "freiwillig" geliefert.

      Ich sehe das wie aktuelle Corona Verstöße, diese "Polizei löst illegale Party auf" Artikel nerven mich genauso. Da wird doch einfach nur ein Argument gesucht, um zu unterstreichen das man "richtig" gehandelt hat.
    • Ach nee doch, solche Geschichten heitern das Ganze doch auf: Vor ein paar Tagen von einem Piloten gehört.

      Nachbar ruft bei der Polizei an und beschwert sich, dass der Pilot Copter geflogen ist.

      Lag unter 250 Gramm und wurde LOS geflogen. Polizei grinst und sagt, dann ist ja alles gut. Der Denunziant kam natürlich aus der direkten Nachbarschaft.

      Okay, mich hätte es auch genervt, wenn man vor der Haustür surrende Geräusche hört, aber mich nervt es auch das mein Nachbar am Sonntag Nachmittag um ca. 15:00 Uhr seinen Rasen mäht.

      Aber so ist das auf dem Dorf, mitgehangen... mitgefangen. Ich kann natürlich ein Fass aufmachen oder auch mal schlucken und meine Gartencopterreien genießen.

      Alles nur ein geben und nehmen im Leben und manchmal muß man sich auch nur die Sorgen des anderen anhören. Da war das nörgeln auch nur mal ein Anlass um in Kontakt zu treten.
    • FPV Racer 2017 schrieb:



      Wie schon angemerkt ist der bestimmt bei sich um die Ecke geflogen, Nachbar mag Ihn nicht und er hat den Beweis "freiwillig" geliefert.

      Ich sehe das wie aktuelle Corona Verstöße, diese "Polizei löst illegale Party auf" ... Da wird doch einfach nur ein Argument gesucht, um zu unterstreichen das man "richtig" gehandelt ha

      Auf dem ersten Blick würde ich dir zustimmen. Schaut man genauer hin, gibt es einen Unterschied zu deiner Party...

      Bei der Party werden vielleicht Nachbarn genervt. Bei den Videos werden andere motiviert, deren Leben sich nach Klicks sehnt. Und dann muß man immer noch einen drauf setzen, was der andere gemacht hat. Und das im Zweifel weltweit.

      ich erinnere mich noch gerne an die Videos von TBS, sie waren sensationell... Und das alles noch ganz ohne Regeln, aber weitestgehend mit menschlichen Verstand. Danach kam die Piloten, deren menschlicher Verstand darin bestand höher, weiter, riskanter als die anderen zu sein. Beispielsweise auf einem Hochhaus zwischen zwei Radioantennen zu fliegen, wo es kurzzeitig keinen Empfang gab und das Fluggerät kurzzeitig außer Kontrolle war... und wenn das nicht reicht, fliegt man in Höhe von Verkehrsmaschinen über den Wolken. Und dann kommen wir wieder in den Bereich wo alle nach Verboten schreien, nur weil einige wenige solche unüberlegten und jetzt dadurch verbotenen Dinge tun. Der menschliche Verstand hätte schon gesagt, da man das nicht macht... leider sind Klicks wichtiger als Verstand.
      Und im Zweifelsfall kostet es jemanden das Leben, wenn es schief geht.

      Daher finde ich es wichtig und richtig diese Piloten, die sich mit ihren Taten im Netz rühmen aus dem Verkehr und zur Rechenschaft zu ziehen. Gerne pressewirksam. Somit müssen wir dann nicht noch mehr Verbote fürchten. Die Regeln nerven jetzt schon.
    • Neu

      Der letzte Stand ist der, der in der aktuellen LuftVO §21b: Unter 250g und unter 30m gilt als LOS => man braucht keinen Spotter. Aber: Die neue LuftVO ist verabschiedet und wird demnächst verkündet und damit gültig. Damit sind die aktuellen Regeln nicht mehr gültig und in der neuen LuftVO steht das nicht mehr drinnen. Dort wird auf "standardisierten Verfahren seines Luftsportverbandes" verwiesen und diese standardisierten Verfahren sind aktuell quasi "Geheimsache" weil darüber AFAIK noch verhandelt wird. Der Mailaustausch mit dem DAEC ist sehr unfruchtbar und IMO können wir in ein paar Wochen nur noch nach der EU-Richtlinie fliegen.
      TL;DR zur EU-Richtlinie: fpv2021.silbaer.de
      Kontakt: t.me/silbaer
    • Neu

      Ich habe grad nochmal in den, wenn ich mich nicht irre, verabschiedeten Gesetzesentwurf nachgesehen und musste feststellen:

      Egal was die Verbände sagen und welche Regeln die aufstellen, man darf nur noch VLOS fliegen bzw. mit Spotter. Immer. Ohne Ausnahme.

      Ok, vielleicht nach UAS.specific, aber das sind dann Szenarien die für Hobbypiloten wohl nicht zutreffen.

      Neue LuftVO §21f schrieb:

      Der Betrieb von Flugmodellen durch Mitglieder von Luftsportverbänden oder durch Mitglieder von in Luftsportverbänden organisiertenModellflugvereinen ist abweichend von den in der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 festgelegten Anforderungen an den Betriebvon unbemannten Fluggeräten zulässig, sofern er unter Einhaltung einschlägiger verbandsinterner Verfahren erfolgt, auf deren Grundlageeine Genehmigung nach Artikel 16 der Durchführungsverordnung (EU)2019/947 in Verbindung mit § 21g erteilt worden ist. Dabei ist sicherzu stellen, dass Fernpiloten die Bestimmungen von Punkt UAS.OPEN.060 Nummer 2 Buchstabe a bis d in Verbindung mit Nummer 4 in Teil A des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 einhalten.
      Der letzte Satz regelt u.A. das mit dem Spotter. Was bleibt ist, je nachdem was in den einschlägigen verbandsinternen Verfahren drin steht, vielleicht die Möglichkeit mit >500g (bzw. ab 2023 >250g) näher als 150m an Wohngebieten usw. zu fliegen.

      Ich hoffe ja immer noch, ich liege falsch (wie schon mal :whistling: ), aber IMO ist der Gesetzestext diesmal eindeutig. Leider.
      TL;DR zur EU-Richtlinie: fpv2021.silbaer.de
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    • Neu

      silbaer schrieb:

      IMO ist der Gesetzestext diesmal eindeutig
      Leider ja. Im Prinzip steht man jetzt immer mit einem Bein in der Ordnungswidrigkeit, denn wer hat schon ehrlicherweise immer einen Spotter dabei.
      Was noch wichtiger ist, ist dass die Versicherung nicht greifen dürfte, sollte tatsächlich mal was passieren - zufälligerweise kreuzender Radfahrer, oder ähnliches. Heißt für mich tatsächlich, allein nur weit weit ab, mit äußerster Unwahrscheinlichkeit von Spaziergängern, Hunde-Gassi-Führern, Reitern oder Radfahren. Gar nicht so einfach in diesen Zeiten...