ESC fängt Feuer :O

    • ESC fängt Feuer :O

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      Der ESC rechts vorne hat bei meinem Wizard X220 nach einem Crash Feuer gefangen =O Auf dem Video hört man nach dem Einschlag im Baum einen Motor aufheulen. Klingt so, als hätte ein Tannenzapfen zwischen den Propellern gesteckt und den Motor blockiert :D

      Ich hab direkt nach dem Aufschlag im Baum den Arm-Switch umgelegt (ein paar Schrecksekunden sind vielleicht noch vergangen). Hat jemand eine Idee was da passiert ist und vor allem warum der ESC so schnell überhitzt ist? Die Motoren waren mit den Propellern beim Fliegen nie auch nur annähernd heiß. Props sind KingKong 5x4.5x3

      Ist das den wahrscheinlich recht billigen ESCs geschuldet oder ist das etwas, was auch mit hochwertigen ESCs passieren kann? Ich frag nur weil ich gerade dabei bin mir ein wesentlich besseren Copter aufzubauen und möchte so eine Sitution ungern nochmal haben :rolleyes:

      Hier das Video vom Crash:


      Hier das Aftermath:
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      Naja, wenn der Motor blockiert war, erklärt das ja schon die Ursache des Problems.

      Uns ist denke ich allen bekannt, dass mit größeren/steileren/schwereren Props der Strom ansteigt, weil mehr der Motor gegen einen stärkeren Widerstand arbeitet. Es muss mehr Kraft aufgewendet werden um das Drehmoment zu erreichen, das nötig ist um den ganzen Bumms rotieren zu lassen.

      Wenn wir den Motor jetzt vollständig blockieren, steigt der Strom logischerweise weiter an und zwar nicht zu knapp. Man spricht dann vom sog. Blockierstrom.
      Der Motor verhält sich in dem Moment wie ein einfacher Widerstand. Jetzt haben unsere Motoren einen recht geringen Innenwiderstand von nur ca. 30 mΩ, sodass sich bei 16 V ein maximaler Strom von ca. 530 A ergibt.

      Das ist dann doch etwas mehr als so ein 30 A ESC verträgt.


      Jetzt war der Motor zwar nicht komplett blockiert und erzeugt im Betrieb noch eine Generatorspannung (Spule im drehenden Magnetfeld und so), die der anliegenden entgegen gerichtet ist, was den Strom deutlich reduziert, aber die Grundproblematik des blockierten Motors bleibt die gleiche und auch wenn noch eine gewisse Bewegung da ist, tut das ESC und Motor trotzdem alles andere als gut, weil beides nicht auf derart hohe Ströme ausgelegt ist.

      Im Endeffekt kannst du dich freuen, dass "nur" der (vermutlich günstigere) ESC den Löffel abgegeben und den Motor nicht mit in den Hitzetod gerissen hat.


      Einzige Lösung: Die eigenen Reflexe trainieren und beim nächsten Mal schneller disarmen.
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      Jap, ist neulich auch bei mir passiert. Mit einem T-Motor 2-4s 30a v2.. gehörte damals auch nicht zu den billigen.

      Es macht sich immer gut einen ESC und einen Motor auf Lager zu haben. Dann ist das in 5 bis 10 min ersetzt.

      Das mit dem disarmen lässt sich auch aus der Software heraus umgehen. Man kann auch einstellen, dass die Motoren stoppen wenn man Throttle „unten“ hat. Das bringt aber andere Risiken und Nachteile mit sich..
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      Wenn man das etwas geübt hat, passiert das in der Regel nicht mehr. Wenn ich mir das im DVR anschaue, habe ich im Normalfall etwa eine halbe Sekunde disarmed nachdem ich wo gegengeklatscht bin. Dass noch an ist während er im Gras liegt/imBaum hängt, passiert nicht. Das wird irgendwann zum Reflex. Letztlich macht man dann auch mal aus, wenn man evtl sogar hätte weiter fliegen können, aber das ist dann so. Better safe than sorry ;)
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      Also mir sind die letzten Wochen einige ESCs gestorben. Zwei davon mitten im Flug. Eines von beiden hat sich spontan selbst entzündet... Die Motoren (F40 pro ii) haben dabei frei gedreht und die ESCs (Wraith32 35A V2) sind auch nicht zu klein ausgelegt.

      Ich gehe mal davon aus, dass die Dinger beim racen einfach zu viel auf die Nüsse bekommen hab. Irgendwann lösen oder verschieben sichbdie Mosfets und die Teile gehen einfach durch. Zumindest mal meine Erklärung für mein Massensterben.

      Gegen das Problem mit den zu hohen Strömen sollte theoretisch BLHeli32 mit Sensor und aktiviérter Stromlimitierung dienen. Praktisch scheint das Softwareseitig aber zu langsam zu sein.
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      EumelOne schrieb:

      Also ich knechte meine schon bis aufs Äußerste. Sowohl elektrisch als auch mechanisch. Um letzteres zu reduzieren fange ich jetzt an die Dinger unter den Arm zu montieren.

      Halte ich nicht zwangsläufig für besser.

      Für auf dem Arm gibt es gute Gründe:
      - unter dem Arm bekommst du weniger „Flugwind“ ab. Kühlung also schlechter.
      - Ob man da weniger mechanische Belastung hat, nur im Fall „Racer“ und nicht Freestyler...
      Da ich den zweiten Fall vorliegen habe - ich lande öfter auf der Unterseite als auf der Oberseite.
      - Bei den meisten Frames ist die Montage auf dem Arm prädestiniert. Weil du sonst die Kabelführung von oben nach unten machen musst.
      - Frames bei denen der Korpus unterhalb der Motoren sind bieten sich aber genau für eine Montage unten an. Aber von den ESCs musst du auch wieder auf den Frame hoch Heu den Motoren). Entweder ein Loch im Arm (schlechtere Stabilität), oder bescheidenes Kabelmanagement.

      4 in 1 dann hast du nur weniger mechanische Belastung.. alles irgendwie doof. ESCs sind wie der ganze Racer.. ;( Verschleißteile
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      Das geht nicht bei jedem mit den armen unten, das ist klar. Da ich aber nur race und den Akku unten fliege ist das kein Problem. Schläge durch Gates und Flaggen kommen halt doch schon häufiger vor.
      Kühlung halte ich für unkritisch und ist für mich kein Argument. Da geht durch die Verwirbelungen und die Flugbewegeung noch so viel Wind, dass da nix passieren wird. Die 4 in 1 bekommen ja auch nicht direkt den Downstream ab und brennen dadurch nicht ab.