Gesetze für Whoops oder Copter unter 50g

    • Gesetze für Whoops oder Copter unter 50g

      Soweit ich weiß, gilt für einen Whoop oder anderen Micro Copter das selbe, wie für alle unter 250g, oder übersehe ich da was?
      Wie sieht es mit Lufträumen aus?
      Plakette entfällt und Versicherung haben wir ja eh alle, aber was für Regeln sind sonst noch ein zu halten, wenn man im Park oder so fliegen möchte.

      Ich war selber schon ein paar mal im Park mit dem Snapper unterwegs und habe mich dabei sicher auch Strafbar gemacht, weil ich eine 5km Schutzzone um einen Heli Landeplatz auf dem Krankenhaus ignoriert habe.

      Abgesehen davon, dass von so einem kleinen und leichten Copter sicher keine echte Gefahr ausgeht, was kann einem Piloten passieren?
      Ohne Rechtsschutzversicherung sicher einiges im extremst Fall, wie ein Richter entscheiden würde ist dann sowieso eine andere Frage.


      Bisher hab ich auch keine negativen Erfahrungen gemacht und beschwert wurd sich auch noch nie. In so etwas Kleinem unter 50g sieht wohl niemand eine Gefahr.


      An dieser Stelle würde ich mir gerne bessere Gesetze wünschen, oder übersehe ich eh etwas?

      Für mich ist das alles Spielzeug, also wo zieht man eine Grenze?
    • Juristisch gesehen ist das ein Flugmodell und fällt in die Kategorie <250g.
      Ob 249g oder 20g macht da keinen Unterschied.

      Es gelten damit die gleichen Flugverbotszonen wie für alle anderen auch.
      Lediglich die Kennzeichnungspflicht entfällt und einen Spotter braucht man beim FPV-Fliegen auch nicht. Der Rest bleibt gleich.

      Realistisch gesehen muss man beim Fliegen in Flugverbotszonen, falls man erwischt wird, mit Bußgeldern von einigen Hundert Euro und schlechter Presse rechnen.
      Zumindest solange niemand gefährdet wird.
      Zu Flugplätzen müssen übrigens nur 1.5km Abstand gehalten werden, nicht 5km.

      Achja: Gilt erstmal nur für DE. In AT/CH sieht es evtl. anders aus.
    • Als erstes muss du sagen in welchem Land du dich aufhältst. Das letzte mal bin ich von DE ausgegangen, aber der Diskussionspartner von AT. Das führt natürlich zu Missverständnissen. ;)

      In DE gibt es die 250g-Grenze. Ob der Quad nun 50g oder 250g wiegt ist dabei egal. Und dann noch 2kg und 5kg, aber das ist außer bei X-Class eher uninteressant. ^^

      Eine 5km-Zone um Heli-Landeplätze gibt es nicht. Es sind 1,5km um Flugplätze und bei größeren Flugplätzen gibt es meist auch noch eine größere RMZ.
      Ansonsten gilt eine 100m-Zone um Polizei, Stromerzeugung, Industrie-Anlagen, Krankenhäuser, Bundesverkehrswegen und noch so einiges andere. Der BMVI-Flyer fasst das auf einen Blick ganz gut zusammen.

      Es gibt von der DFS eine App wo man sich informieren kann ob man am Standort fliegen darf oder nicht und wenn warum nicht. Die aktuelle Version ist auch ohne Registrierung benutzbar. Vorteil der App: Es werden auch aktuelle temporäre Zonen berücksichtigt. Nachteil: Ohne Internet funktioniert das nicht.

      Das schlimmste was dir passieren kann, ist das wirklich ein Unglück passiert und deine Versicherung die Haftung verweigert. Neben ggf. Schuldgefühlen bei Personenschäden kannst du dann auch noch Privatinsolvenz anmelden bei entsprechendem Schaden.
    • Um das Gesagte auf die Spitze zu treiben: Wenn ein Kind einen Papierflieger im Garten wirft und der Garten näher als 1.5km an einem Flughafen liegt, dann könnte jemand die Eltern anzeigen und die Eltern könnten sogar verurteilt werden. So einen Schei.. beschließen deutsche Ministerien.
      So wie die aktuelle LuftVO formliert ist (21b), kann man bei unter 250g so interpretieren, dass es keine Begrenzung der Reichweite gibt. Das ist vermutlich weniger intendiert als ein Ergebnis schlampiger Formulierung.