Öffentlichkeitsarbeit (Ursprünglich "Flughafen Gatwick" Diskussion)

    • Bei allem spannenden technischen Fachsimpeln: Ich finde nicht, dass wir hier noch Vorschläge machen sollten, welche Fußfessel uns am besten gefällt. Eine bessere Überwachung kann nicht sinnvollerweise auf der Anwenderseite realisiert werden, weil das nur zur Folge hat, dass die Leute, die sich (im weitesten) eh an die Gesetze halten, noch zusätzlich unnötig überwacht werden und unnötige Kosten selbst tragen müssen.
    • Naja, mit der Argumentation könnte man auch sagen, dass die gewissenhaften Fahrer kein Nummernschild brauchen.
      Wäre Long Range FPV bis 720m Höhe ohne Spotter durch ein installiertes FLARM erlaubt, würde ich es sofort draufpacken. Geld in etwas zu investieren, was den (dunkel)graubereich des Hobbies nicht nennenswert nach oben lupft, ist aber in der Tat sinnlos, da stimme ich zu.
      Ich bleibe bei der Behauptung: So lange wir nicht wissen, WARUM solche Gesetze überhaupt gemacht wurden (=welche Lobby was eingeflüstert hat), werden wir mit für uns logischen Argumenten nichts bewirken, da sie an der eigentlichen Ursache vorbeigehen.
      Erfolg hat man, wenn man an der Urne kämpft - und sich für eine Partei entscheidet, die genau diese eigenen Interessen vertritt. Allerdings müsste man sein Kreuz dann wohl an Stellen machen, die von den Medien als ziemlich unpopulär dargestellt werden. Man fragt sich schon, ob das Zufall ist.
      Lex dubia non obligat.
    • WDZaphod schrieb:

      So lange wir nicht wissen, WARUM solche Gesetze überhaupt gemacht wurden (=welche Lobby was eingeflüstert hat), werden wir mit für uns logischen Argumenten nichts bewirken, da sie an der eigentlichen Ursache vorbeigehen.
      Böse Drohnen und die Gunst des gemeinen Volkes.
      Medien haben entschieden, dass Drohnen böse sind und so auch die Meinung des Volkes geformt (Deutschland ist durch Stasi und Co. eh vorbelastet) und unser demokratisches System versagt, wenn Politiker auf Gebieten um die Gunst des Volkes buhlen auf denen sie keine Ahnung haben. Ist ja bei Internet-Recht nix anderes.
      Ausschließlich in der Mitte von Nix zu schweben macht mich depressiv!
      ...meine Rechtschreibprüfung funktioniert zum Glück nur bei kurzen Wörtern. Korrekte Wörter werden da immer durch unsinnige andere ersetzt.
    • Es wird halt getan, um zu zeigen, dass etwas getan wurde.
      Wegen Terror-Anschlägen wurde die Aufbewahrungspflicht für Sportwaffen verschärft.
      Es wurde noch NIE eine legal besessene Sportwaffe für Terroranschläge verwendet. Der ehrliche Bürger leidet, der Terrorist lacht sich schlapp. Mit unseren "Drohnen" ist es ganz genau das gleiche. Oder mit den Diesel-Fahrverboten. Oder der Energiewende. Elektroautos. Man fordert die Regulierung von Banken, stattdessen reguliert man Staubsauger. Keine Ahnung zu haben scheint nicht nur kein Hinderungsgrund für Minister-Posten zu sein, sondern Grundvoraussetzung.
      Darum glaube ich nicht an einen Erfolg unserer Forderungen. Die gehen keinen Schritt zurück, dafür müsste man Fehler zugeben. Es kommen höchstens neue, noch tollere Gesetze.
      Man muss das wohl einfach so handhaben wie beim Autofahren. Wenn 100 auf der Landstrasse erlaubt sind, fährt man das, was man a) verantworten und b) bezahlen kann, wenn man dabei erwischt wird.
      Und bevor jetzt wieder jemand sagt, dass dieser Beitrag die Situation nicht verbessert:
      Sag mir, was die Situation verbessert, und ich tue es. Wenn es aber von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, ist es Zeitverschwendung.
      Lex dubia non obligat.
    • Bei den Uploadfiltern gab es ja einen kleinen Erfolg, der nur durch eine Null-Toleranz-Haltung erreicht werden konnte. Gibt man den "Sicherheits"-Fanatikern den kleinen Finger, nehmen die gleich die ganze Hand. Deshalb: Das einzige, was die Situation unter Umständen verbessern könnte, ist eine klare Ablehnung jeglicher Gesetzesverschärfung, keine Kompromisse.
    • Guten Morgen,

      ich bin noch nicht lange in dem Hobby, wohne nah an der Grenze zu Luxembourg, was die jungs dort machen find ich eigentlich nicht schlecht:

      fpvnation.org/ - sind auch auf Facebook vertreten wo der Sinn und Zweck ersichtlich wird. Wenn die Modellflugverbände/Vereine uns nicht wollen, gibt es doch sicher die Möglichkeit selber was auf die Beine zu stellen ( nur eine Idee die ich mal zur Diskussion stellen würde, ich hab keine Ahnung über die Hintergründe/Vorrausetzungen ).
    • tezmanian schrieb:

      Bei diesen waren auch ein paar Mächtige Konzerne beteiligt und ganz vom Tisch ist es immer noch nicht. Von daher kein gutes Beispiel.
      Blöderweise hast Du Recht. Hier haben die Großkonzerne ein monetäres Interesse, denn Uploadfilter sind aufwändig. Man braucht technische und personelle Prozesse. In short: Ist doof aus Sicht der großen Firmen.

      Uns fehlt genau diese gemeinsame Interessenlage. Die Agenda ist hier komplett offen dokumentiert - und nicht dass was wir lesen wollen:
      verband-unbemannte-luftfahrt.de/agenda/
      Wie oben schon geschrieben, BDLI & BDL diesen Verband gegründet und gestern (12.02.) getagt:
      airliners.de/branche-politik-r…ngen-drohnennutzung/48849
      bdls.aero/presse/externe-meldu…utzten-luftraum-gefordert
      Da waren auch Politiker dabei. Hier ist eine der gezeigten Präsentationen:
      bdli.de/sites/default/files/gl…chen%20Drohnenmarktes.pdf

      Die Argumentationslinie ist letztlich geschickt: Das Potential des professionellen Einsatzes zeigen und die klassischen Politiker-Triggerpunkte bedienen (Arbeitsplätze, Export, Sicherheit) und dagegen den Hauptthreat stellen: "Nachhaltige Gefährdung des deutschen Drohnenmarkts, falls die deutscheGesetzgebung nicht in naher Zukunft weiterentwickelt wird"

      Und das geht jetzt auch nochmal als Mail an die Modellflug-Verbände.
    • tezmanian schrieb:

      "Nachhaltige Gefährdung des deutschen Drohnenmarkts, falls die deutscheGesetzgebung nicht in naher Zukunft weiterentwickelt wird"
      So, da haben wir es da doch schwarz auf weiss.
      Den Teil mit der angeblichen Gefährdung könnte man mit Mails und Aufklärungsarbeit entschärfen. Gegen das zitierte Problem aber machen wir GAR NICHTS. Mit dem "Drohnenmarkt" ist nämlich nicht DJI, TBS und ähnliches gemeint, sondern Amazon, DHL & Co. Alles grosse und sehr grosse Konzerne, mit gut geschmierter Lobby-Mechanik. Welcher Minister ist nicht froh, für die Zeit nach seiner politischen Karriere einen Posten im Aufsichtsrat oder als "Berater" bei DHL sicher zu haben? Natürlich rein wegen seinem Fachwissen, und nicht wegen einer Gefälligkeit zu aktiven Politikerzeiten :rolleyes:
      Lex dubia non obligat.
    • Also mein Arbeitsplatz ist in DE auch gefährdet, wenn die weiter hier solchen Bullshit machen, dann wandere ich aus und eine benötigte "Fachkraft" die Steuern zahlt ist weniger im Land. Glaube das ist das einzige was die Politclowns verstehen, wenn plötzlich die Steuern nicht mehr bezahlt werden und Ihnen keiner mehr Geld gibt.
      Generell haben wir nur die Chance wenn das Hobby in der breiten Masse der Bevölkerung akzeptiert und als positiv betrachtet wird. Z.b. jugendliche (in DE kann man viel durchboxen wenn es über das Thema Kinder, Jugendliche geht) kommen raus sitzen nicht so viel am PC, lernen wieder was an Elektrotechnik usw. So muss man das im Grunde schmackhaft machen. Problem dabei sind wenige Idioten, welche es schaffen durch bescheuerte Aktionen das ganze ins schlechte Licht zu rücken.


      WDZaphod schrieb:

      So, da haben wir es da doch schwarz auf weiss.Den Teil mit der angeblichen Gefährdung könnte man mit Mails und Aufklärungsarbeit entschärfen. Gegen das zitierte Problem aber machen wir GAR NICHTS. Mit dem "Drohnenmarkt" ist nämlich nicht DJI, TBS und ähnliches gemeint, sondern Amazon, DHL & Co. Alles grosse und sehr grosse Konzerne, mit gut geschmierter Lobby-Mechanik. Welcher Minister ist nicht froh, für die Zeit nach seiner politischen Karriere einen Posten im Aufsichtsrat oder als "Berater" bei DHL sicher zu haben? Natürlich rein wegen seinem Fachwissen, und nicht wegen einer Gefälligkeit zu aktiven Politikerzeiten :rolleyes:
      Wie mein Arbeitskollege so schön sagte und der hält gar nix von Koptern und hat nix mit FPV o.ä. am Hut, er ist Jäger und Jäger haben gerade was Drohnen angeht echt kein Interesse daran, das der Himmel davon wirklich voll wird. Stört bei der Jagt.

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    • Es gibt in dem oben verlinkten Foliensatz des Industrieverbands einen ganz interessanten "Glitch" in der Logik. Den können wir in der Argumentation nutzen:
      Laut den Aussagen der Industrieverbands (Slide 18) steigt die Zahl der privaten "Drohnen" von 2019 bis 2030 nur noch um 33%. Der Himmel heute hängt nun wahrhaftig nicht voller Modellflugzeuge, Multikopter etc. Ich sehe seltenst etwas am Himmel. Die Vorfallszahlen sind nicht relevant. Damit ist die oft zitierte, massiv ansteigende Gefährdungslage laut den verbandseigenen Zahlen absurd.
      Hingegen soll der kommerzielle Einsatz von UAVs um den Faktor 5 steigen: Fein, dann reguliert Euch im kommerziellen Bereich, wenn ihr das für nötig haltet. Und vielleicht ist es auch sinnvoll, weil kommerzielle UAVs in Ballungsräume einfliegen wollen. Modellflug ist dort heute schon nicht erlaubt ist und findet praktisch auch nicht stattfindet.