Praktische Umstetzung 250g Limit

    • Praktische Umstetzung 250g Limit

      Hat jemand Erfahrung mit der Umsetzung des 250g Limits?
      D. h. ist jemand schonmal kontrolliert worden?
      Kommen die dann mit ner Waage, amtlich geeicht, und gibt es da ne Toleranz?
      Hab mehrere sub 250 Copter und je nach Props und Akku kann ich auch mal auf 251g oder so kommen. Muss ich da aufpassen?
      Aber auch wenn ich einen 249,8g AUW in den Acker jage und danach weiterfliegen kann ist der wegen dem Dreck dann garantiert über 250g.
      Ist man dann dran?
    • Ob 250g oder 450g macht wohl in der Praxis erstmal keinen großen Unterschied solange man sich ansonsten an die Regeln hält. Wenn man natürlich mit einem 2kg Hexa unterwegs ist und es beschwert sich jemand, dann könnte es wiederum durchaus sein, dass die Kollegen in blau auf die Idee kommen mal das Gewicht in Verbindung mit dem fehlenden Spotter infrage zu stellen.

      Die realste "Bedrohung" besteht vermutlich darin, dass die Versicherung die Kohle von dir zurückfordern wird, sollte es zu einem Unfall kommen und sich herausstellen, dass du mit einem >250g Copter ohne Spotter geflogen bist.
    • Danke. Die Antworten sind zwar teilweise schon aufschlussreich, aber ich würde das gerne hier nach derzeitigem Wissenstand des Forums vollständig erörtern. Also etwas weiter gefragt:
      Hat jemand schonmal von einer real durchgeführten Gewichtskontrolle gehört?
      Noch breiter (implizit):
      Hat jemand schonmal von einer Kontrolle der Kennzeichnungspflicht gehört?
    • Nein. Bei mir kam einmal die Polizei vorbei, die wussten aber selber nicht wie die rechtliche Lage aussieht. Hab denen dann erklärt das man max. 25mW haben darf, Versicherungsschein gezeigt, Vorhandensein und Funktion der Plakette erklärt und alle einmal durch die Brille gucken lassen. Ich vermute, das noch nie einer kontrolliert wurde. Letztendlich sind die Herren in Blau auch nur große Jungs (und Mädchen), solang man also keinen groben quatsch macht ist da das Interesse viel höher als das Bedürfnis irgendwas zu kontrollieren. Somit zählt, was @Baufritz vorhin so schön formuliert hat.
      MfG, Elias

      Snapper7, 215er, 220er, 225er, Bixler 2

      Alle Angaben ohne Gewähr
      ;)
      Hinweis: Dieser Text wurde mit 100% chlorfrei gebleichten, glücklichen Elektronen erzeugt. Diese entstammen keiner Lagerelektronenhaltung und werden nicht zu ihrer Arbeit gezwungen.
    • Mich hat die Polizei schon zwei mal besucht, aber es ging nie um den Copter selber sondern ob man überhaupt fliegen darf und davon wussten die sowieso nix.
      Denen zeigt man dann brav den Ausweis, in meinem Fall weil über 2kg noch den Nachweis und die Aufstiegserlaubnis und dann waren die auch wieder weg, am Copter wurde nie was überprüft.
      Der ist nicht mal gelandet sondern hat weiter sein Werk verrichtet.

      Ich denke, wenn man FPV fliegt und die Polizei besucht einen, dann wollen die grundsätzlich nur schauen ob alles rechtens ist.
      Wenn ihr dann euren Copter neben euch landet und die etwas interessiert sind schauen die sich den gewiss mal an. Gewicht und Leistung werden hier aber wahrscheinlich keine Rolle spielen, nur ob der eine Plakette hat oder nicht.
      Der Rest wird dann sehr vom Beamten abhängen, wie genau er was nimmt und aus welchem Grund sie überhaupt kontrolliert haben.


      Edit: Ich denke es ist nach wie vor am wichtigsten einen positiven Eindruck zu hinterlassen!
    • @MCWallfly fliegst du nicht immer diesen Spot mit dem panzer auf der Lichtung? Fichten wachsen laut Wikipedia auf 20-60m. Das freistehende Exemplar in der Lichtung hat sicher deutlich über 30m...

      Wenn ich nicht mehr knapp über baumwipfel fliegen darf dann ist freestyle gestorben.
      Ausschließlich in der Mitte von Nix zu schweben macht mich depressiv!
      ...meine Rechtschreibprüfung funktioniert zum Glück nur bei kurzen Wörtern. Korrekte Wörter werden da immer durch unsinnige andere ersetzt.
    • ... ein paar Mal nicht so knapp drüber und du hast den Wipfel auf unter 30m :D ... dafür wurden XClass erfunden ;)

      Es ist halt so mit gesetzgeberischen Vorschriften, dass diese an ganz vielen Orten Sinn machen, an manchen aber nun mal nicht. Da muss man dann die Gesetze ein wenig freier interpretieren.
      Bei mir ist z. B. ein Privatflugplatz um die Ecke, also wohne ich un einer Flugverbotszone für FPV. Trotzdem sehe ich es nicht als Drama mit meinen Whoops im Garten zu fliegen und Splits über meinen 4m hohen Kugelahorn zu fliegen.
      Denn ich denke, dass der Gesetzgeber, dass was ich in meinem Garten mache, mit seinem Verbot nicht erfassen wollte, aber er auch nicht jede Vorschrift bis in letzte kleinste Detail ausarbeiten kann um alle Eventualitäten zu erfassen.
      ...flieg was Du willst!!!
      Mein Fuhrpark: BWhoop Beta 65 pro (Tiny-Heiko-Style), Beta 65X, Potzblitz 4", Potzblitz Infinitum 4" , Potzblitz Infinitum 5" 6S, Samurai 5",IX5 V2 5", Samurai Exp 4,8", Goblin 380 und Flugzeuge von Shockflyer über Pylon bis 30ccm Benziner
    • Nee, weiß ich nicht. Lass uns das thema begraben. Für mich persönlich wäre 250g interessant um in nem stadtpark zu fliegen wenn mal keine softtargets unterwegs sind. Für alles andere, schwerer 250g, höher 30m und mit mehr als 25mw brauche ich weder spotter noch andere menschen in der nähe.
      Ausschließlich in der Mitte von Nix zu schweben macht mich depressiv!
      ...meine Rechtschreibprüfung funktioniert zum Glück nur bei kurzen Wörtern. Korrekte Wörter werden da immer durch unsinnige andere ersetzt.
    • Ich sehe das Problem jetzt eher nicht bei den Ordnungshütern. Die haben doch gar keine Zeit und Lust sich drum zu kümmern ob jetzt jemand mit so nem "Spielzeug" was 50g zu viel wiegt auf dem Feld rum fliegt. Auch ein 5 Zoller Interessiert die hier bei uns nicht die Bohne. Meiner Erfahrung nach wird man eher ignoriert. Anders sieht das dann ggf. aus, wenn man im Wohngebiet oder sonst wo fliegt wo man Menschen oder deren Sachgegenstände gefährdet. Da sollte man aber schon durch einfache Überlegungen und Verstand zu dem Schluss kommen, dass das eh Unsinn ist und es einfach Unterlassen. Ich bin da auch ziemlich allergisch dagegen und mir geht das Messer in der Tasche auf wenn wieder irgend so ein Vollpfosten mit seiner Kameraschubse an meinem Küchenfenster vorbei hoovert.. Aber das ist ein anderes Thema.

      Wo ich jetzt aber ein viel größeres Problem sehe sind die Versicherungen. So lange nichts passiert ist das natürlich auch erst mal alles vollkommen irrelevant. Jetzt lass aber mal so ne Hummel in ein Waldstück oder ein trockenes Feld stürzen und einen Brand verursachen. In ein Auto crashen oder nem Fußgänger mitten im Gesicht landen. Dann kannst Du aber einen drauf lassen, dass die Herren von der Versicherung und vermutlich auch die der Polizei plötzlich sehr kleinlich sind und ganz genau Wissen was erlaubt ist und dann nämlich keinen Cent bezahlen. Das sollte man sich denke ich jederzeit bewusst machen.
    • maArCe schrieb:

      Hat jemand schonmal von einer real durchgeführten Gewichtskontrolle gehört?
      Nein.
      Solange nichts passiert (Versicherungsfall), interessiert das vermutlich auch nicht wirklich. Eine Küchenwaage gehört zumindest, soweit ich weiß, auch nicht zur Standardausstattung eines Streifenwagens.

      Es besteht halt die (sehr geringe) Wahrscheinlichkeit, dass man mal an einen Beamten gerät, der sich auskennt und dann bemerkt, dass der X-Class Reisebus eigentlich gar nicht FPV geflogen werden darf wenn man alleine unterwegs ist.
      Dass da irgendwas großartig geahndet wird kann ich mir aber eigentlich auch nicht vorstellen, solange man niemanden offensichtlich gefährdet und im Fall einer Kontrolle freundlich bleibt.

      maArCe schrieb:

      Hat jemand schonmal von einer Kontrolle der Kennzeichnungspflicht gehört?
      Ja. Ich persönlich hatte bisher zweimal Polizei-Besuch.

      Lief beide Male sehr entspannt und wie bei Yamie war die Fragestellung eigentlich immer nur, ob man dort grundsätzlich fliegen durfte.
      Beim ersten Mal waren es zwei Beamte, die wohl von einem Anwohner "alarmiert" wurden, aber nicht wirklich Ahnung von der ganzen Sache hatten. Hab' ihnen dann erklärt, was das eigentlich alles ist, Versicherungsnachweis, etc. gezeigt und alles war gut.
      Beim zweiten Mal wusste zumindest einer der Polizisten grob Bescheid und hat explizit nach der Plakette gefragt. Dass es da unterschiedliche Regelungen abhängig vom Gewicht gibt, war ihm aber auch nicht bekannt.


      Ich war ihm zweiten Fall auch alleine unterwegs, mit 5" Copter (inkl. Plakette, aber logischerweise >250g).
      Dass FPV in der Konstellation eigentlich nicht erlaubt ist, hat niemanden interessiert. Grundsätzlich habe ich auch erstmal erzählt, was es mit der Videobrille überhaupt auf sich hat.
      Letzten Endes ist der Anwendungsfall "FPV" einfach sehr spezifisch. Kontrollen von Modellfliegern sind im Alltag eines Polizisten wahrscheinlich ohnehin eher selten und Kontrollen von FPV-Fliegern noch seltener.

      Im Endeffekt wird die 250g-Sache, wie schon gesagt, wohl erst dann relevant, wenn tatsächlich etwas passiert. Und dann auch nicht direkt vor Ort, sondern erst im Nachhinein. Wenn man mit dem großen Copter ohne Spotter unterwegs ist, bestimmte Dinge am Boden nicht sieht und dann in das - unerwartet um die Ecke parkende - Auto eines Landwirtes (oder noch schlimmer, den Landwirt selbst) donnert, dann wird's spannend.